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E-Invoicing liegt weltweit im Trend. Das ist ein Ergebnis der am 14. Oktober 2014 veröffentlichten globalen Marktstudie „E-Rechnung 2014“ des Schweizer Branchenexperten Billentis, die OpusCapita als ein Partner unterstützt hat. Die Analysten kalkulieren, dass weltweit jährlich rund 500 Milliarden Rechnungen anfallen. 

Dabei liegt der Anteil elektronischer Rechnungsvorgänge global derzeit noch unter acht Prozent. In Europa werden aber im öffentlichen Sektor und zwischen Unternehmen bereits knapp ein Viertel der Rechnungsvorgänge elektronisch abgewickelt, in Deutschland 27 Prozent. Und die Tendenz ist steigend: Billentis sagt für dieses Segment im europäischen Zahlungsverkehr ein jährliches Wachstum von 22 Prozent voraus.

„Die Wachstumsrate überrascht uns nicht. Das große Einsparpotenzial lässt mittelfristig eine noch stärkere Steigerung erwarten“, sagt Christian Scherf, Geschäftsführer der OpusCapita GmbH. Billentis beziffert die mögliche Kostensenkung durch elektronische und automatisierte Rechnungsverarbeitung auf 60 bis 80 Prozent. Die Analysten haben drei große potenzielle Impulsgeber für den Trend zum E-Invoicing identifiziert: Erstens die öffentliche Hand als bedeutender Handelspartner, zweitens kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch E-Invoicing mit vorreitenden Konzernen Schritt halten wollen, und drittens die Dienstleister, welche immer leistungsfähigere Lösungen auch für spezifische Zielgruppen wie die vorgenannten KMU anbieten.

Anstoß vom Staat

„Den Einfluss der von Billentis benannten Impulsgeber können wir aus 30 Jahren eigener Erfahrung als Spezialist in der Automatisierung von Finanz-Transaktionsprozessen bestätigen“, ergänzt Scherf. Das zeige das Beispiel öffentlicher Sektor: Die Studie stuft besonders viele Länder des Ostseeraumes wegen ihrer hohen Marktreife als Leader beim E-Invoicing ein. „In diesen Staaten haben die öffentlichen Einrichtungen als große Auftraggeber viel früher als in Deutschland ihren Rechnungsverkehr auf elektronische Verfahren umgestellt – und damit auch die Standards für Unternehmen gesetzt. Als finnisches Staatsunternehmen und Marktführer im Ostseeraum hat OpusCapita viele dieser Projekte selbst umgesetzt“, so Scherf weiter. Hierzulande arbeitet das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), bei dem sich auch OpusCapita engagiert, noch an der Einführung des einheitlichen Datenstandards ZUGFeRD, der die derzeit über 38 verschiedenen Formate ersetzen soll.

Deutschland: Finanzdienstleister immer stärker gefragt

Für den deutschen Markt diagnostiziert Billentis eine Schwerpunktverschiebung bei der Umsetzung des E-Invoicings: Die große Mehrheit der elektronischen Rechnungen wurde hier bisher direkt zwischen den Handelspartnern ausgetauscht, z.B. als PDF per E-Mail. Mit steigendem Volumen und internationaler Verbreitung zeigen sich nun die Grenzen dieses Verfahrens. Billentis hat herausgearbeitet: Selbst großen Unternehmen fällt es immer schwerer, ihre zahlreichen mittelgroßen und kleinen Handelspartner mit diesem Direktmodell effizient zu bedienen. Insbesondere sind die Unternehmen überfordert, wenn in Eigenregie elektronische Rechnungen in unterschiedlichen Formaten und über verschiedene Rechtsräume hinweg ausgetauscht werden müssen. Hier sind zunehmend das Know-how und die Technologie spezialisierter Dienstleister gefragt.

Cloud Computing: Rechtssicherheit durch EU

Rechtliche Aspekte spielen in vielen von Billentis untersuchten Ländern eine große Rolle, zum Beispiel in Form von gesetzlichen Restriktionen beim Ort der Rechnungsarchivierung. Die technologische Entwicklung sei hier schneller verlaufen als die Anpassung der Rechtsvorgaben im Hinblick auf die Rechnungsarchivierung in einer weltweiten Cloud. Der klare Rat der Experten von Billentis: Unternehmen in EU-Mitgliedsstaaten sollten sicherstellen, dass Cloud-basierte Services vorerst durch entsprechende Serverstandorte örtlich auf die EU-Mitgliedsstaaten beschränkt bleiben.

www.opuscapita.de



Für die Studie haben die Analysten unter anderem Projekte aus 50 Ländern ausgewertet und Daten aus weltweit erhobenen Marktumfragen zusammengeführt, die insgesamt 15.000 Unternehmen repräsentieren.

Hier können Sie die komplette Studie downloaden.

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