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Eric Wenig, Geschäftsführer von Hitachi Data SystemsEric Wenig, Geschäftsführer von Hitachi Data Systems, stellt sich Fragen zu einer kürzlich von Hitachi durchgeführten Umfrage, bei der es unter anderem darum ging, ob und wie Unternehmen bereits vorhandene Daten auswerten und verwenden.

Herr Wenig, Hitachi Data Systems, hat kürzlich eine Studie durchgeführt, bei der es unter anderem darum ging, ob und wie Unternehmen bereits vorhandene Daten auswerten und verwenden. Was waren die wichtigsten Ergebnisse für den deutschen Markt?

Aus meiner Sicht ist das wichtigste Ergebnis, dass 91 Prozent der befragten CIOs der Meinung sind, dass Unternehmen Informationen nicht genügend nutzen, um ihr Wachstum voranzutreiben. Der Grund dafür ist die traditionelle Herangehensweise, Daten zu speichern und zu managen. Eine deutliche Mehrheit der befragten CIOs (91 Prozent) ist außerdem der Überzeugung, dass ihr Unternehmen momentan in Daten ertrinkt. Diese Daten können aber nicht in wertvolle Informationen und entsprechende Handlungsempfehlungen umgewandelt werden, da es zum einen an den entsprechenden Analyse-Tools mangelt und es andererseits bei der Zusammenarbeit der IT- und Business-Teams hapert. Das heißt: Das Silo-Denken der Abteilungen beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit und das Umsatzwachstum von Unternehmen.

Auch wenn die CIOs diese Herausforderungen erkannt haben, so wissen sie an diesem Punkt häufig nicht weiter. Es geht nicht nur darum, die passenden Anwendungen zu implementieren und schon fließen die Informationen. Sondern es geht vor allem um ein Umdenken bei Fach- und IT-Abteilung bzw. einen kulturellen Wandel im Unternehmen insgesamt.

Unterscheiden sich diese Ergebnisse deutlich von denen anderer Länder? Wenn ja, in welcher Hinsicht?

Manche Ergebnisse sind etwas anders ausgefallen, als wir ursprünglich vermutet hatten. In UK sind beispielsweise nur magere elf Prozent der befragten CIOs der Meinung, dass sie sich ausreichend mit ihren Führungskräften austauschen. In Österreich liegt die Zahl mit nur acht Prozent noch niedriger. Eine regelmäßige Kommunikation und Abstimmung mit den Führungskräften ist allerdings enorm wichtig, um die Geschäftsziele des Unternehmens sowie die Erwartungen der Führungsriege an die IT zu kennen. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf.

Bei unserem Nachbarn in Österreich sind auch nur vier Prozent der befragten CIOs der Meinung, dass ihr Unternehmen genug dazu beiträgt, auf Basis von Informationen Innovationen zu entwickeln – in Deutschland sind es immerhin 18 Prozent.

Was bedeuten diese Ergebnisse für Unternehmen?

Business-Diskussionen drehen sich ja nicht um den Kauf der nächsten Festplatte, sondern darum, wie die IT helfen kann, Umsatzwachstum und höhere Gewinne zu erzielen, Wettbewerbsvorteile zu generieren, neue Produkte schneller und erfolgreich in den Markt zu bringen. Genau hier herrscht aber noch ein erhebliches Defizit.

Essentiell ist dabei, dass Fachabteilungen und die IT zusammenarbeiten und nicht länger Silos bilden – dies zeigen die Ergebnisse der Studie deutlich. Dies ist auch der Ansatz, den wir Unternehmen empfehlen und bei einigen Kunden wie BMW oder SPAR Austria bereits realisiert haben. Denn nur durch diese enge Kooperation der Abteilungen sind Unternehmen in der Lage, ihre schlummernden Daten zu analysieren und in Erkenntnisse umzuwandeln, auf denen sie letztlich ihre Geschäftsstrategie auf- und ausbauen können.

Der Vorteil: Business-Abteilungen und das Unternehmen insgesamt erhalten zeitnah einen Überblick über neue Trends und können schnell darauf reagieren – idealerweise durch eine Datenanalyse in Echtzeit. SPAR Austria setzt dies bereits erfolgreich um und ist damit für den harten Kampf im Einzelhandel bestens gerüstet.

Gibt es Ergebnisse, die Sie überrascht haben? Welche waren dies?

Ein Ergebnis, dass uns definitiv überrascht hat: Laut unserer Umfrage planen 46 Prozent der Unternehmen in Deutschland nicht, Erkenntnisse aus ihren Daten zu ziehen. Damit lassen diese Unternehmen eine große Chance an sich vorbeiziehen.

Sie werden mittel- und langfristig enorme Umsatzsummen nicht realisieren können, weil ihnen die richtigen Informationen und damit Einsichten in den Markt fehlen. Stattdessen sparen sie am falschen Ende, nämlich bei den Investitionen in Technologien, die sie unterstützen könnten.

Wie beeinträchtigt die traditionelle IT die Handlungsweise und das Wachstumspotenzial von Unternehmen?

Die traditionell aufgestellte IT erfüllt nicht die Anforderungen der Fachabteilungen, sie wird als unflexibel und langsam angesehen. Ein Kritikpunkt ist außerdem, dass die IT an den Bedürfnissen der Business-Teams vorbei entwickelt und sie damit auch nicht dabei unterstützt, ihre Geschäftsziele zu erreichen. So finden notwendige Investitionen in Analytics-Werkzeuge nicht statt, mit denen sich aus den im Unternehmen gespeicherten Daten beispielsweise Erkenntnisse über den Absatz eines bestimmten Produkts erkennen lassen würden. Momentan wissen die Vertriebsmitarbeiter vielleicht nicht, welche Produkte sich besonders gut bzw. schlecht verkaufen. Mit gezielten Informationen könnten sie die entsprechenden Produkte entweder gezielt pushen oder auch vom Markt nehmen. Hier liegt ein enormes Potenzial brach, da laut den Ergebnissen unserer Studie nicht einmal die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) ihre Daten analysieren.

Noch kritischer sehe ich, dass bei 46 Prozent dieser Gruppe keine Pläne bestehen, Erkenntnisse aus den abgelegten Daten zu generieren. Immerhin haben die CIOs mehrheitlich erkannt, dass eine Auswertung der Daten enorm wichtig ist: 89 Prozent sind der Meinung, dass die IT-Abteilung die Führungskräfte besser dabei unterstützen könnte, Daten zu nutzen, um so das Unternehmenswachstum voranzutreiben.

Was sind die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen und den IT-Teams?

Ein Aufbrechen der bisherigen Silos zwischen Fach- und IT-Abteilung hat für Unternehmen verschiedene Vorteile. Durch die engere Zusammenarbeit der entsprechenden Teams ist die IT zunächst einmal in der Lage, die richtigen Anwendungen und Lösungen zu implementieren. Das Ergebnis ist ein effizienteres Arbeiten, da die Fachabteilungen Zugriff auf die benötigten Lösungen und Informationen erhalten. Auf Basis dieser Erkenntnisse lassen sich wiederum Handlungsempfehlungen ableiten. Dies bedeutet nicht weniger als die Umkehrung des oben beschriebenen traditionellen Modells, bei dem die IT die Lösungen auswählt und sie implementiert – und bei dem die Anwender bzw. das Business kein Mitspracherecht haben. Damit lässt sich auch das Aufkommen einer Schatten-IT vermeiden.

Viele Unternehmen verstehen diese Herausforderung, sie wissen aber nicht, welche Lösungen sie implementieren sollen oder wo genau sie ansetzen sollen. Denn es ist ja nicht damit getan, ein Big Data Tool einzuführen. Es geht vielmehr darum, einen Umdenkprozess bei Fach- und IT-Abteilungen anzustoßen, neue Prozesse einzuführen usw.

Es gibt allerdings einige Unternehmen, bei denen die Fach- und IT-Abteilungen eng zusammenarbeiten und bei denen das Thema „Business-Defined IT“ bereits in die Realität umgesetzt wird. Dazu gehört beispielsweise SPAR Austria: Das Unternehmen wollte für neue und künftige Herausforderungen am Markt fit sein und sieht die IT als einen strategischen Faktor dafür an. Der schnelle und flexible Zugriff auf Operations- und Business-Daten war ebenso wie die kontinuierliche Verfügbarkeit ein wichtiges Entscheidungskriterium, unsere Lösungen ermöglichen diese hundertprozentige Verfügbarkeit. SPAR Austria erhält jetzt alle Daten in Echtzeit und kann diese direkt auswerten: Im Einzelhandel ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, denn damit lässt sich schnell auf eine erhöhte Nachfrage reagieren oder ein schlecht laufendes Produkt aus dem Sortiment nehmen. Dies ist ein Beispiel, wie IT- und Fachabteilungen zusammenarbeiten und gemeinsam die Geschäftsziele erreichen.

Wie sieht es beim Thema Compliance aus? Fühlen sich CIOs gut vorbereitet, um alle Richtlinien zu erfüllen?

Die deutliche Mehrheit der befragten CIOs (91 Prozent) ist der Meinung, dass Unternehmen in Daten ertrinken und schlichtweg nicht wissen, was wo abgelegt ist. Sie befürchten, dass es zu Herausforderungen bei der Einhaltung von Regularien und Richtlinien kommen könnte, wenn die brachliegenden Daten nicht strukturiert und analysiert werden. Hier liegt ein erhebliches Risiko für die Firmen: Sie wissen einfach nicht, über welche Daten sie genau verfügen. Eine entsprechende Big Data Analytics Lösung könnte Abhilfe schaffen und die Daten auswerten.

Hitachi Data Systems kann mit seiner Hitachi Content Platform (HCP) ebenfalls unterstützen, Compliance herzustellen. HCP eignet sich nicht nur zur Archivierung von Daten, sondern sie speichert diese auch revisionssicher ab. HCP erfüllt darüber hinaus sämtliche Compliance-Regularien in und für Deutschland und wurde entsprechend zertifiziert – Unternehmen, die unsere Lösung einsetzen, können sich somit beruhigt ihrem Geschäft widmen.

Wie kann Hitachi Data Systems Unternehmen dabei unterstützen, mehr Informationen und Erkenntnisse aus ihren Daten zu generieren?

HDS setzt auf vier Eckpfeiler, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihr Business weiterzuentwickeln:

  • Service-orientierter Ansatz mittels Service-Katalogen, mit deren Hilfe sich der passende IT-Service-Level aussuchen lässt. Der jeweilige Level ist abhängig von den Anwendungsanforderungen, den angestrebten Geschäftszielen sowie dem verfügbaren Budget.
  • Software-basierte Methoden reduzieren die Komplexität der IT und automatisieren die Implementierung – abgestimmt auf die Anwendungs- und Geschäftsanforderungen.
  • Big Data-Optimierung unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastruktur entsprechend anzupassen. So lassen sich Informationen mittels moderner Analyseverfahren auswerten.
  • Cloud-Dienste sorgen für eine flexible Nutzung und Implementierung der IT basierend auf der Continuous Cloud Infrastructure. Diese ist flexibel sowie kontinuierlich verfügbar. Sie bietet außerdem automatisierte und richtliniengesteuerte Service-Level. 

Basierend auf diesen Ansätzen bieten wir Unternehmen eine Reihe von Lösungen an, mit denen sie Erkenntnisse aus ihren brachliegenden Daten ziehen können. Dazu gehört die Continuous Cloud Infrastructure (CCI). Unternehmen sind dank CCI in der Lage, business-relevante Informationen aus ihren Systemen zu ziehen und ihre Geschäftsentscheidungen darauf zu basieren. CCI ist somit die Brücke zwischen den Fachabteilungen und der IT.

Ein Vorteil von CCI ist, dass sich neue Lösungen schnell implementieren lassen und veränderten Geschäftsanforderungen somit direkt Rechnung getragen wird. Technologie-Aktualisierungen können ohne Datenmigration durchgeführt werden und bedeuten daher für Unternehmen keine Ausfallzeiten, gleichzeitig sind bereits getätigte Investitionen geschützt.

Eric Wenig, Geschäftsführer von Hitachi Data Systems

www.hds.com/de

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