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WissenWährend manche Unternehmen hochgradig innovativ und wirtschaftlich erfolgreich sind, kämpfen andere mit ständigen Misserfolgen und Hürden. Woran das liegt, hat die aktuelle TOP JOB-Trendstudie untersucht.

Sie deckt den Zusammenhang zwischen dem Engagement der Beschäftigten und dem Erfolg eines Unternehmens auf. Die Studie zeigt, in welchem Ausmaß diese Kraft, mit der ein Unternehmen zielgerichtet Dinge bewegt, sowohl positive als auch negative Folgen haben kann. Zudem gibt die Trendstudie konkrete Handlungsempfehlungen zur Steigerung von Energie und Engagement in Unternehmen.

Im Auftrag von compamedia wertete das Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen die Befragungsergebnisse von 14.518 Mitarbeitern 77 mittelständischer Unternehmen aus. Diese hatten am Benchmarking „Top Job“ teilgenommen, das als einziger Arbeitgebervergleich auch die Organisationale Energie eines Unternehmens misst. Das ist die Kraft, mit der ein Unternehmen zielgerichtet Dinge bewegt. Das Konzept der Organisationalen Energie wurde von dem Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen entwickelt.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Sowohl die Innovationsrate als auch der Unternehmenserfolg und das Wachstum werden von dieser Kraft beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass vor allem der Zustand der sogenannten „produktiven Energie“ wünschenswert ist. In dieser Verfassung ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang, um gemeinsam die Ziele eines Unternehmens zu erreichen. Dadurch steigern sich die Unternehmensleistung und die Innovationsfähigkeit um jeweils 21 Prozent, die Mitarbeiter sind zu 24 Prozent zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz – und neigen daher 62 Prozent weniger zur Kündigung. Auch die Kunden sind zu 26 Prozent zufriedener, wenn im Unternehmen produktive Energie vorherrscht.

Die Organisationale Energie kann gezielt oder unbewusst aber von den Mitarbeitern auch für negative Zwecke eingesetzt werden. Mitarbeiter verspüren hierbei intensive negative Gefühle wie Furcht oder Aggression. Dieser Zustand stellt für Unternehmen eine Gefahr dar, denn in diesem Fall werden die aktivierten Kräfte für destruktive Absichten missbraucht. Diese sogenannte korrosive Energie mindert die Unternehmensleistung um 33 Prozent und lässt auch die Innovationsfähigkeit um 28 Prozent sinken. Die Mitarbeiter sind zu 29 Prozent weniger zufrieden und neigen im gleichen Maße zur Kündigung. Die Arbeitgeberattraktivität sinkt um 34 Prozent, wenn sich die Mitarbeiter im Zustand der korrosiven Energie befinden. Und auch diese Verfassung wirkt sich auf die Kunden aus: sie sind 34 Prozent unzufriedener.

Für die Autoren der Studie, Prof. Dr. Heike Bruch und Josef A. Fischer ist die Mobilisierung der Energie Führungssache. Den Führungskräften stehen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen können sie die „Slaying-the-Dragon-Strategie“ einsetzen. Durch die Betonung der Dringlichkeit einer Sache (hervorgerufen durch eine äußere Bedrohung, z.B. empfindliche Marktveränderung) und gleichzeitige Stärkung des Selbstvertrauens der Mitarbeiter, können Führungskräfte Energie freisetzen. Diese Strategie steigert die produktive Energie um 36 Prozent und das Engagement um 12 Prozent. Eine alternative Möglichkeit ist die „Winning-the-Princess-Strategie“. Hier mobilisieren die Führungskräfte Energie, indem sie ihre Mitarbeiter für ihre Ziele gewinnen und ihnen Chancen aufzeigen. Dadurch wird die produktive Energie um 36 Prozent und das Engagement um 16 Prozent gesteigert.

Sieben Maßnahmen

Die Wissenschaftler empfehlen in der „Top Job“-Trendstudie sieben konkrete Maßnahmen, um Energie und Engagement im Unternehmen zu steigern. Dazu gehören unter anderem klare Unternehmenswerte, regelmäßige Mitarbeiterbefragungen und die offene Diskussion der Ergebnisse daraus. Gemeinschaftliche Aktivitäten können ebenfalls positive Effekte haben.

„Die ‚Top Job'-Trendstudie zeigt ganz klar, wie wichtig der ‚Energiehaushalt' eines Unternehmens ist. Denn im Endeffekt lässt sich der gesamte wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens auf die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter zurückführen. Für die Betriebe ist es daher essenziell, die Organisationale Energie ihres Unternehmens regelmäßig zu messen – nur so können sie Potenziale optimal nutzen und negativen Entwicklungen entgegensteuern“, erklärt compamedia-Geschäftsführerin und „Top Job“-Projektleiterin Silke Masurat anlässlich der Veröf-fentlichung der Studie.

Die Studie „Mit Energie und Dynamik den Wettbewerb gewinnen“ steht als kostenloser Download unter www.topjob.de zur Verfügung.

Anmeldung für „Top Job“
Unternehmen, die ihre Qualität als Arbeitgeber und die Energie und das Engagement in ihrem Unterneh-men messen lassen wollen, können sich jederzeit für das „Top Job“-Benchmarking anmelden. Wer zusätzlich an dem Wettbewerb um das „Top Job“-Qualitätssiegel teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 10. Oktober auf www.topjob.de dafür anmelden.

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