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DNS

Laut den Ergebnissen einer Studie von Infoblox, Spezialist für Netzwerk-Steuerung und Anbieter von Actionable Network Intelligence, wird die Sicherheit des Domain Name System (DNS) im Rahmen des Sicherheitskonzepts vieler Unternehmen in Europa vernachlässigt. Daher sind die meisten Unternehmen unzureichend auf Angriffe auf das DNS vorbereitet. 

Für die von Dimensional Research durchgeführte Studie wurden weltweit über 1.000 Security- und IT-Experten befragt. Laut Studie scheitern 77 Prozent der DNS-Sicherheitslösungen daran, einen stattfindenden DNS-Angriff als Erstes zu erkennen und zu melden. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) bezweifeln sogar, dass ihr Unternehmen sich überhaupt gegen einen DNS-Cyberangriff zur Wehr setzen kann.

Vor genau einem Jahr fand der DDoS-Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn statt, der am 21. Oktober 2016 Netflix, Airbnb, Amazon, CNN, New York Times und Twitter lahmlegte. Der Angriff hatte weltweite Auswirkungen und machte auf eine erschreckende Tatsache aufmerksam: Viele Unternehmen sichern ihre DNS-Systeme nur unzureichend ab. Die Dyn-Attacke war ein Warnsignal, trotzdem gibt es in nur 14 Prozent der Unternehmen ein Sicherheitsteam, das für das DNS zuständig ist – DNS Security steht auf der Prioritätenliste immer noch zu weit unten.

„Diese Studie deckt eine schwerwiegende Sicherheitslücke auf: Obwohl DNS Security für IT- und Security-Experten zu den Top 3 Sicherheitsprioritäten gehört, sind die meisten Unternehmen immer noch schlecht auf DNS-Angriffe vorbereitet“, so David Gehringer, Principal bei Dimensional Research. „Dies wird durch die Tatsache verschärft, dass Unternehmen ausschließlich reaktiv auf DDoS-Angriffe reagieren und erst an DNS-Security denken, wenn sie bereits angegriffen wurden. Wenn hier kein Umdenken in Richtung von proaktivem Schutz erfolgt, werden DDoS-Angriffe wie der Angriff auf den DNS-Anbieter Dyn in Zukunft noch zunehmen.“

Weitere wichtige Studienergebnisse:

  • DNS-Attacken sind extrem effektiv: Ein Viertel der befragten Unternehmen ist bereits Opfer einer DNS-Attacke geworden. Davon haben 86 Prozent aufgrund ihres jüngsten DNS-Angriffs erhebliche Ausfälle erlitten. Bei 23 Prozent dauerten die Ausfälle sogar eine Stunde oder länger, was das Geschäft extrem beeinträchtigen kann.
     
  • Unternehmen bemerken DNS-Angriffe zu spät: Obwohl 67 Prozent der Unternehmen nach eigenen Angaben über Echtzeit-Monitoring für DNS-Angriffe verfügen, waren 77 Prozent der Security-Lösungen nicht in der Lage dazu, den DNS-Angriff als Erste zu erkennen und zu melden. Fünf Prozent der Unternehmen erfuhren erst durch Beschwerden verärgerter Kunden vom DNS-Angriff – zu dem Zeitpunkt hatte die Attacke bereits die Kundenzufriedenheit und Geschäftsprozesse beeinträchtigt.
     
  • Schwachpunkt DNS: Nur 41 Prozent der Unternehmen können sich gegen diverse Arten von DNS-Attacken (Hijacking, Exploits, Cache Poisoning, Protokollanomalien, Reflexion, NXDomain, Amplifikation) zur Wehr setzen. Das bedeutet gleichzeitig, dass es für die Mehrheit (59 Prozent) der Unternehmen vom Zufall abhängt, ob sie den nächsten DNS-Angriff abwehren können oder nicht.
     
  • Reaktiv anstatt proaktiv: Vor einem Angriff setzten 74 Prozent der Unternehmen ihren Sicherheitsschwerpunkt auf Anti-Virus-Programme. Erfolgte bereits ein Angriff, steht für 76 Prozent die DNS-Sicherheit an erster Stelle. Das unterstreicht das reaktive Vorgehen der Unternehmen. DNS Security hat erst Priorität, wenn es bereits zu einem Angriff mit negativen Auswirkungen auf das Geschäft gekommen ist.
     
  • DNS hat direkten Einfluss auf den Umsatz: 39 Prozent der betroffenen Unternehmen kostete ein DNS-Angriff über 50.000 US-Dollar und hatte damit erhebliche Auswirkungen auf den Umsatz. Sobald die Webseite eines Unternehmens für Nutzer nicht mehr erreichbar ist, kommt das Onlinegeschäft und damit auch die Umsätze zum Erliegen. Zudem werden oft alle internen Ressourcen zur Bekämpfung des Angriffs genutzt und sind somit nicht für die Wiederherstellung der Website verfügbar.

„Oft wird DNS Security nur als eine Option betrachtet – und nicht als grundlegender Bestandteil der Sicherheitsstrategie“, sagt Cricket Liu, Chief DNS Architect bei Infoblox. „Diese Studie bestätigt den Ist-Zustand: Die meisten Unternehmen vernachlässigen DNS-Sicherheit als Teil ihrer Security-Strategie, obwohl massive Beeinträchtigungen für Geschäft und Umsatz drohen. Ein Umdenken ist hier vonnöten – wenn die Sicherheit des DNS nicht schnell in den Fokus rückt, bleibt es eine der größten Schwachstellen.“

Methodik:

Weltweit nahmen mehr als 1.000 Security- und IT-Experten über alle Unternehmensgrößen und Branchen hinweg an der Studie teil.

www.infoblox.com
 

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