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Share TasteDas Potential einer transparenten Supply Chain ist in den Unternehmen aktuell noch nicht voll ausgeschöpft.

Obwohl Data Sharing für ein gesamtwirtschaftliches Organisationsergebnis sorgt und effizientere Prozesse verspricht, so sind Inseldenken, klassische Kommunikationsmethoden sowie mangelndes Vertrauen für ausgewählte Unternehmensdaten Gründe dafür, dass Data Sharing innerhalb der Lieferkette noch vergleichsweise selten gelebt wird. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Optimierungsspezialisten INFORM unter 132 Mitarbeitern und Führungskräften zum Thema Data Sharing im Supply Chain Management. Zukünftig müssen Daten gerade im Hinblick auf eine voranschreitende Digitalisierung und Industrie 4.0 jedoch vor allem eines sein: transparent und damit jederzeit verfügbar. Nehmen Unternehmen dies ernst, so hat dies Auswirkungen nicht nur auf interne Prozesse, sondern nimmt auch externe Partner in die Pflicht. Erst wenn alle an der Wertschöpfungskette beteiligten Parteien gleichermaßen an einem Strang ziehen, ist die Grundlage für die Digitalisierung gegeben und kann ein wirksamer Treiber für effizientere Lieferketten sein.

Internes Data Sharing noch über E-Mails und Meetings

Der Informationsaustausch in Unternehmen ist in der Praxis noch optimierungsfähig. Denn obwohl keinerlei Zweifel daran besteht, dass ein Austausch von Daten über Prozessgrenzen hinweg zu besseren Ergebnissen führt, schätzte die Mehrheit der Befragten (44 Prozent) den Grad des internen Datenaustausches als „mittel“ ein. Lediglich ein Viertel stuft den Grad als „hoch“ ein. Für 29 Prozent ist der bereichsübergreifende Austausch von der Absatz-, Budget- und Vertriebsplanung über Produktion bis hin zur Distribution und Auslieferung niedrig bis kaum vorhanden. Es sind vor allem klassische Tools, wie ERP- und CRM-Systeme, die dafür sorgen, dass Daten geteilt werden. Mehrheitlich wird via E-Mail von einer Abteilung zur anderen kommuniziert. Dies gaben 61 Prozent an. Bei mehr als einem Viertel der Fälle (28 Prozent) erfolgt der Informationsaustausch zwischen den Abteilungen über physikalische Dokumente wie Bestellungen und Listen. Aber auch regelmäßige Meetings sorgen für einen gemeinsamen Informationsstand (47 Prozent).

Einer der Hauptgründe, welcher den offenen Transfer von Daten innerhalb von Unternehmen erschwert, ist die Tatsache, dass laut 67 Prozent der Befragten die jeweiligen Abteilungen ihre Ziele und Anforderungen ausschließlich für sich selbst definieren, ohne sich mit anderen Bereichen zu koordinieren. Dieses so genannte „Inseldenken“ wird verstärkt durch die Nutzung unterschiedlicher Software-Systeme innerhalb eines Unternehmens, was mit 46 Prozent an zweiter Stelle liegt. Eine starre Organisationsstruktur (38 Prozent) und mangelndes Vertrauen (33 Prozent) wurden ebenfalls genannt.

Hürden nach dem Austausch von Daten

Demzufolge sollten bestehende, interne Strukturen für einen verbesserten Informationsfluss aufgebrochen und eine stärkere Vernetzung innerhalb der Unternehmensgrenzen geschaffen werden. Über den Einsatz einer übergreifenden Planungsplattform (Sales & Operations Planning, kurz S&OP) ist sich die Mehrheit der Teilnehmer aber noch unschlüssig. 42 Prozent sind unsicher, ob sie kurz- bis mittelfristig ihre interne Supply Chain über einen entsprechenden Prozess steuern.

Nicht alle Daten werden gerne extern geteilt

Der Datenaustausch mit externen Partnern wird aufgrund von digitalisierten und ebenso vernetzten Prozessen zunehmend bedeutender. So hat die Umfrage ergeben, dass eine knappe Mehrheit von 57 Prozent heute bereits Informationen mit Kunden und Lieferanten teilt. Der Nutzen ist für die Befragten auch eindeutig: effizientere Prozesse und schnelle Entscheidungen (89 Prozent), Kostenreduktion (62 Prozent), Termintreue (63 Prozent) und eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit (42 Prozent). Für mehr als ein Drittel der Teilnehmer (41 Prozent) stellt Data Sharing sogar die Grundlage für Digitalisierung und Industrie 4.0 dar.

Hauptnutzen beim Austausch von Supply-Chain-relevanten Daten

Mit dem Teilen von Daten geht aber auch ein bestimmtes Maß an Vertrauen einher. So äußerten die Befragten bei der Weitergabe folgender Informationen große Vorbehalte: Einkaufs- und Verkaufspreise (74 Prozent), Stammdaten wie Losgrößen, Wiederschaffungszeiten und Sicherheitsbestände (54 Prozent), Bewegungsdaten, die Prognosen über zukünftige Verkäufe, Verkaufshistorien und Bestellungen beinhalten (50 Prozent) sowie Key-Account Informationen (42 Prozent). „Es ist ein wünschenswerter Zustand, dass Unternehmen ihren Kollaborationspartnern in puncto Datenaustausch vertrauen. Denn dann, wenn Unternehmen ihre Grenzen öffnen und beispielsweise den Lieferanten Einblick in eine Beschaffungsplanung geben, wird eine Planung entlang der gesamten Supply Chain stabiler“, erklärt Peter Frerichs, Leiter Geschäftsbereich Inventory & Supply Chain bei INFORM GmbH.

www.inform-software.de
 

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