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DigitalisierungDeutschland liegt in Sachen Digitalisierung hinter den USA und Asien zurück. Die VDE-Unternehmen fordern deswegen mehr Tempo beim IKT-Infrastrukturausbau und eine digitale Bildungsoffensive - dann klappt auch die Aufholjagd.

Deutschland rechnet sich im internationalen Digitalisierungswettlauf gute Chancen aus - insbesondere bei Anwendungen wie New Mobility, Industrie 4.0 und Smart Energy. Dabei steht Deutschland auf dem Weg zur Digitalisierung eher hinten: Die Spitzenpositionen nehmen weiterhin die USA vor ostasiatischen Mitbewerbern wie Japan und Südkorea ein, und das mit deutlichem Abstand zu Deutschland und Europa. Dies sind Ergebnisse des aktuellen VDE Tec Report 2017, einer Umfrage des VDE unter den 1.300 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik.

Deswegen auch ein klarer Wunsch im Wahljahr 2017: IKT-Infrastrukturausbau und digitale Bildungsoffensive

Die VDE-Mitgliedunternehmen haben klare Vorstellungen davon, welche Ziele und Maßnahmen auf die digitale Agenda müssen, um das Defizit zu beheben und die rote Laterne abzugeben: Ein starker Mikroelektronik-Standort Deutschland/Europa, Ausbau der 5G-Infrastruktur und eine digitale IT-Sicherheits- und Bildungsoffensive. Wo die Prioritäten liegen, zeigt ein entsprechender Forderungskatalog an die Technologie- und Bildungspolitik der künftigen Bundesregierung. Hier rangiert ein schneller IKT-Infrastrukturausbau auf dem ersten Platz, gefolgt von der Forderung nach einer digitalen Bildungsoffensive und einem optimierten Energiekonzept.

Glaube an die eigene Wandlungsfähigkeit

Der VDE hat zu diesen Themen seine 1.300 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen befragt mit dem Ergebnis: Der wichtigste Innovationstrend ist aktuell die Elektromobilität, die in diesem Jahr noch vor Industrie 4.0 und Energieeffizienz auf Platz 1 liegt. 61 Prozent der Befragten erwarten von ihr die größten Innovationspotenziale. 64 Prozent sind auch optimistisch, dass die erste heiße Phase des digitalen Wandels in Deutschland bis 2025 erfolgreich abgeschlossen ist. Und 72 Prozent sind davon überzeugt, dass die digitale Transformation den Standort Deutschland stärkt. Daran hat die starke Innovationstätigkeit der Elektro- und IT-Branche einen großen Anteil: 96 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen rechnen mit gleichbleibenden oder steigenden F&E-Budgets.

Digitale Transformation bis 2025

Die klare Botschaft: Deutschland und Europa müssen deutlich mehr für den digitalen Wandel tun: 79 Prozent befürchten, dass Deutschland angesichts der US-Dominanz sonst bei der technischen Software und Internet-Plattformen im Innovationswettlauf zurückfällt.

Cyber Security und Fachkräftemangel bleiben Haupthindernisse

Als wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der digitalen Transformation sehen rund 90 Prozent der VDE-Unternehmen die IT-Sicherheit und plädieren für einen besonderen Schutz für kritische Infrastrukturen. Etwa zwei Drittel fordern eine nationale Cyber-Security-Strategie, mehr technologiepolitisches Engagement und ein Zertifizierungssystem. Interessant bei Digitalisierungsinitiativen wie Industrie 4.0 ist sicherlich auch der Aspekt, wem die verknüpften Daten im Detail gehören. Die größte Hürde auf dem Weg zur digitalen Transformation ist allerdings der Fachkräftemangel. Das sagen 62 Prozent. Das bedeutet einerseits: Elektroingenieure und IT-Experten haben weiterhin gute Berufschancen. Darin sind sich 92 Prozent der Befragten sicher. Andererseits bleibt der Fachkräftemangel ein chronisches Leiden. Fast jedes zweite Unternehmen befürchtet, den Bedarf an entsprechend ausgebildeten Ingenieuren und Informatikern in den nächsten Jahren nicht decken zu können.

www.vde.com
 

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