VERANSTALTUNGEN

IT-Sourcing 2018
03.09.18 - 04.09.18
In Hamburg

DILK 2018
17.09.18 - 19.09.18
In Düsseldorf

abas Global Conference
20.09.18 - 21.09.18
In Karlsruhe

it-sa 2018
09.10.18 - 11.10.18
In Nürnberg

Digital Marketing 4Heroes Conference
16.10.18 - 16.10.18
In Wien und München

WhistleblowerIn deutschen Unternehmen herrscht keine Akzeptanz für Verstöße und Missstände. Die überwiegende Mehrheit (62 Prozent) der Befragten einer aktuellen Umfrage schreitet dagegen zur Tat: Sie würden unethisches oder illegales Handeln am Arbeitsplatz durch einen Hinweis bekannt machen. 

Die Haltung der Führungsebene überrascht: 55 Prozent der Geschäftsführer vermuten Missstände in Unternehmen, die ihrem eigenen ähnlich sind. 17 Prozent wissen sogar von Missständen im eigenen Unternehmen. Ganze 40 Prozent der Geschäftsführer geben an, sich große Sorgen zu machen, dass jemand einen Hinweis darauf abgeben könnte.

Korrektheit und Disziplin scheinen noch immer Werte deutscher Arbeitnehmer zu sein. Denn die äußern großes Verständnis dafür, wenn jemand einen Hinweis auf illegales oder unethisches Handeln gibt: 

  • 40 Prozent meinen, dass dieser zum Vorteil seiner Kollegen handelt,
  • 50 Prozent halten den gesetzlichen Schutz von „Whistleblowern“ für nicht ausreichend,
  • 82 Prozent sind der Meinung, dass Unternehmen für Verstöße wie etwa unlizenzierte Software die Verantwortung tragen sollten.

Warum würden die Arbeitnehmer illegale Praktiken melden?

  • 72 Prozent würden aus moralischen Überzeugungen handeln,
  • 44 Prozent aus professionellen Gründen,
  • 30 Prozent als Reaktion auf schlechte Behandlung,
  • 16 Prozent für eine finanzielle Belohnung.

Damit sind Mitarbeiter in Deutschland im europäischen Vergleich diejenigen, die am ehesten finanzielle Interessen als Motiv für einen Hinweis angeben.

Georg Herrnleben, Senior Director Compliance & External Affairs EMEA der BSA | The Software Alliance: „Was diese Umfrage zeigt, ist das hohe Maß an Problembewusstsein für Verstöße in Unternehmen. Interessant ist, dass viele Arbeitnehmer in Deutschland es für sehr wahrscheinlich halten, dass andere Unternehmen illegal oder unethisch handeln, aber nur wenige das vom eigenen Unternehmen vermuten. Doch in den Führungsetagen ändert sich dieses Bild – Probleme im eigenen Unternehmen wie etwa unlizenzierte Software sind vielen Verantwortlichen bekannt. Sie fürchten zu Recht, dass Whistleblower sie aufdecken könnten. Wir erleben in unserer Ermittlungsarbeit häufig, dass Klagen der Mitarbeiter ungehört bleiben. Die Entscheidung, mit den Informationen zu Verstößen nach außen zu gehen, ist dann oft der einzige Weg.“

Potentielle Whistleblower fordern Anonymität

Von den Befragten, die von Missständen im eigenen Unternehmen wussten, war nur ein Bruchteil (10 Prozent) unter keinen Umständen bereit, einen Hinweis abzugeben. Die Hälfte (50 Prozent) wünschte sich dafür Anonymität, ein Drittel (38 Prozent) forderte eine finanzielle Entlohnung.

Ältere Arbeitnehmer achten stärker auf ethische Aspekte

Eine weitere Besonderheit zeigte sich im Vergleich der Altersgruppen: bei den 18- bis 34-Jährigen machten 45 Prozent eine Belohnung zur Voraussetzung eines Hinweises, 56 Prozent forderten Anonymität, 11 Prozent würden einen Hinweis abgeben, “weil es richtig ist“. Anders bei den über 55-Jährigen. Hier wünschten sich 36 Prozent Anonymität, nicht ein einzelner Befragter forderten eine Belohnung, doch 45 Prozent würden einen Hinweis abgeben, “weil es richtig ist“.

Unlizenzierte Software: strafrechtliche und finanzielle Konsequenzen vielfach akzeptiert

Unlizenzierte Software in Unternehmen finden nur 4 Prozent der Befragten akzeptabel, 47 Prozent halten sie für illegal, 24 Prozent für „nicht best practice“ und 17 Prozent verurteilen sie als unethisch. 9 Prozent der Befragten vermuten, dass ihr Unternehmen unlizenzierte Software einsetzt, unter den Geschäftsführern liegt dieser Wert bei 26 Prozent. Unter den Konsequenzen, die die Befragten für unlizenzierte Softwarenutzung angebracht halten, führen die strafrechtliche Verfolgung (44 Prozent) und finanzielle Konsequenzen (41 Prozent) vor dem Rufschaden (16 Prozent).

Raubkopien im Büro?

Über die Umfrage:

Die Umfrage wurde im April 2017 vom Marktforschungsunternehmen Opinium unter 2.000 Arbeitnehmern in kleinen bis mittleren Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Sie ist Teil einer europaweiten Umfrage, deren Ergebnisse im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden.

Die BSA unterhält in Deutschland ein Rechtsprogramm zum Urheberrechtsschutz von Software ihrer Mitglieder. Dabei nimmt sie jedes Jahr hunderte Hinweise auf illegale Software entgegen, die sie selbst verfolgt sowie an Polizei und Staatsanwaltschaft weitergibt. Betroffene Firmen werden oft polizeilich durchsucht und müssen insbesondere Schadensersatz zahlen und fehlende Lizenzen erwerben. Hinweise auf unlizenzierte Software nimmt die BSA auf dieser Website und auf der kostenfreien Hotline 08000 999 992 entgegen. 

www.bsa.org
 

 
GRID LIST
Penetrationstest

Penetrationstests offenbaren gefährliches Tor in Unternehmensnetzwerke

Ob Schwachstellen in Webanwendungen oder öffentlich verfügbare Verwaltungsschnittstellen…
Startup

Wie zufrieden sind Startups mit dem Standort Deutschland?

Der Standort Deutschland ist für Startups viel besser als sein Ruf. Ob…
Insurance

Digitalisierung der Versicherungsbranche steckt in den Kinderschuhen

Einen Schaden online melden oder eine Leistungsabrechnung digital bearbeiten: Was für die…
Hacking detected

Neueste Entwicklungen bei von Hackern entdeckten Sicherheitslücken

HackerOne, eine Plattform für Bug-Bounties und Cybersecurity, gab heute die Ergebnisse…
Investment

Digitale Kompetenzen: Knapp sechs von zehn Unternehmen investieren

Um in der Arbeitswelt 4.0 zu bestehen, sind digitale Kompetenzen unabdingbar. Allerdings…
Business Intelligence

Unternehmen bringen Daten-PS fachlich nicht auf die Straße

Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) erarbeiten sich zu wenige…
Smarte News aus der IT-Welt

IT Newsletter


Hier unsere Newsletter bestellen:

 IT-Management

 IT-Security