Transformation World
19.10.17 - 20.10.17
In Heidelberg

PM Forum 2017
24.10.17 - 25.10.17
In Nürnberg

PM Forum 2017
24.10.17 - 25.10.17
In Nürnberg

10. gfo-Jahreskongress
25.10.17 - 26.10.17
In Düsseldorf

Google Analytics Summit 2017
09.11.17 - 09.11.17
In Hamburg

INdustrieDer Einsatz von Digitalisierungstechnologien wirkt sich positiv auf die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten nach Deutschland aus.

Dies geht aus einer Auswertung der aktuellen Erhebung „Modernisierung der Produktion“ des Fraunhofer ISI zusammen mit der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft für den VDI hervor. Wie die Analysen zeigen, verharren Produktionsverlagerungen der deutschen Industrie ins Ausland weiterhin auf einem sehr geringen Niveau. Lediglich 9 % der Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes haben von 2013 bis Mitte 2015 Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert – kaum mehr als beim bisherigen Tiefstand von 2012. Gleichzeitig sind Rückverlagerungen von Produktionskapazitäten leicht angestiegen. „Damit kommt derzeit auf jeden dritten Verlagerer ein Rückverlagerer von Produktionskapazitäten“, bemerkt Prof. Dr. Steffen Kinkel, Leiter des Instituts für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) an der Hochschule Karlsruhe.

Entwicklung Produktionsverlagerung

Bild 1: Produktionsverlagerungen und Rückverlagerungen im Zeitvergleich

Die wichtigsten Gründe für Rückverlagerungen sind nach wie vor Einbußen bei der Flexibilität und Lieferfähigkeit sowie Qualitätsprobleme, die jeweils von mehr als der Hälfte der Betriebe angeführt werden. An Bedeutung haben unterschätzte Aufwendungen für die Koordination und Betreuung des ausländischen Produktionsstandorts gewonnen, die von gut einem Viertel der Betriebe genannt werden.

Die 13 seit 2004 der EU neu beigetretenen mittel- und osteuropäischen Mitgliedsstaaten (EU 13) sind mit mehr als der Hälfte der Nennungen nach wie vor die bevorzugte Zielregion für Produktionsverlagerungen, gefolgt von China mit etwa 30 % und dem restlichen Asien mit etwa 20 % der Nennungen. Bei den Herkunftsregionen von Rückverlagerungen zeigen sich erstmals deutliche Verschiebungen. Mit einem Drittel kommen die meisten Rückverlagerungen aus den westlichen EU-Kernstaaten (EU 15), vornehmlich zur Konzentration von Kapazitäten am deutschen Hauptstandort, zur Optimierung der Auslastung oder zur technisch-organisatorischen Verbesserung der Prozesse. Dagegen gingen die Rückverlagerungsaktivit.ten aus den EU 13 deutlich von etwa der Hälfte auf nunmehr ein Zehntel zurück. Die deutschen Industrieunternehmen scheinen die Qualität, Flexibilität und Koordination der dortigen Produktion zwischenzeitlich im Griff zu haben.

Motive Regionen

Bild 2: Motive für Rückverlagerung im Zeitvergleich (Mehrfachnennung möglich)

Zwischen der Nutzung von Digitalisierungstechnologien in den betrieblichen Wertschöpfungsprozessen und der Verlagerungsneigung der Betriebe zeigen sich interessante Zusammenhänge. Zwar verlagern bei der Digitalisierung „fortgeschrittene“ Betriebe nicht seltener Produktion ins Ausland, aber mit anderen Strategien. Sie suchen häufiger die Nähe zu Kunden und seltener geringere Lohnkosten als in der Digitalisierung zurückhaltende Betriebe.

Ein klarer, positiver Zusammenhang zeigt sich indes zwischen der Digitalisierungsintensität und der Rückverlagerungsneigung der Betriebe. Demnach verlagern bei der Digitalisierung „fortgeschrittene“ Betriebe signifikant häufiger Teile ihrer Produktion wieder an den deutschen Standort zurück als Betriebe mit geringerem Digitalisierungsgrad in der Produktion. Im Mittel des Schätzmodells haben die beim Einsatz von Digitalisierungstechnologien „Fortgeschrittenen“ eine etwa 10 Mal höhere Rückverlagerungswahrscheinlichkeit (ca. 5 %) als „Nichtnutzer“ von Digitalisierungstechnologien (ca. 0,5 %). „Hier greifen zwei Erklärungsmuster“, erklärt Steffen Kinkel vom ILIN, „zum einen kann der Einsatz von Digitalisierungstechnologien zu einer erhöhten Automatisierung und Produktivität deutscher Produktionsstandorte führen, sodass die Lohnkostenanteile geringer und geringe Lohnkosten weniger attraktiv werden, was Rückverlagerungen begünstigt. Zum anderen kann der Einsatz von Digitalisierungstechnologien zu einer erhöhten Flexibilität und Fähigkeit zur individualisierten Produktion genutzt werden, die eine effiziente Bedienung individueller Kundenwünsche ermöglicht und Anreize für Firmen bietet, die Produktion in die Nähe ihrer europäischen Kunden zurückzuholen.“ Demnach kann der intensive Einsatz von Digitalisierungstechnologien signifikant zu attraktiveren Produktionsbedingungen mit erhöhter Wertschöpfung am deutschen Standort beitragen.

www.hs-karlsruhe.de
 

GRID LIST
Tb W190 H80 Crop Int D1a9e4fb59f56aef82a0754bb96c5f75

Umfrage offenbart hohes Cybersicherheits-Risiko | IT-Sicherheit in deutschen Unternehmen

Dringender Handlungsbedarf für deutsche Unternehmen: Das Risiko, Opfer eines…
Tb W190 H80 Crop Int 9168b2ba3e6259e0f1fd673ee066a7c3

Produkt-Performance ist wichtiger als IT-Sicherheit

Im Zweifelsfall ist mehr als zwei Dritteln der deutschen Unternehmen Produkt-Performance…
Tb W190 H80 Crop Int B01d5408433c87e01a881e190b070011

Jeder vierte Internetnutzer besucht keine Bankfiliale mehr

Geld wird zunehmend digital verwaltet und angelegt: Rund jeder vierte Internetnutzer (24…
Tb W190 H80 Crop Int 7b240a672f346adba7106f43f59804b0

IT-Sicherheit bei deutschen Mittelständlern | IT-Security Barometer

Neun von zehn Mittelständler in Deutschland finden es wichtig oder sehr wichtig, dass…
Advanced Analytics

SAS „dominiert“ bei Advanced-Analytics-Plattformen

Die aktuelle BARC-Studie bescheinigt Softwareherstellern besondere Stärken bei…
Superheldin

Bürokräfte wünschen sich Chief Happiness Officer

Nur knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer (49 %) ist der Ansicht, an ihrem…
Frische IT-News gefällig?
IT Newsletter Hier bestellen:

Newsletter IT-Management
Strategien verfeinert mit profunden Beiträgen und frischen Analysen

Newsletter IT-Security
Pikante Fachartikel gewürzt mit Shortnews in Whitepaper-Bouquet