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PersonalwasenDie Fertigungsbranche weist im Vergleich zu den Händlern und Dienstleistern deutlich größere Probleme mit sämtlichen Prozessen des Personalwesens auf. Insgesamt schneidet das Personalwesen weiterhin schlecht ab.

Zu diesem Ergebnis kommt die vom Analystenhaus techconsult im Rahmen des Business Performance Index (BPI) Mittelstand vorgelegte Fachbereichsstudie „Personalwesen“.

Das Personalwesen stellt einen der wichtigsten Unternehmensbereiche dar, schneidet aber sowohl beim Indexwert als auch bei der Betrachtung der Umsetzungszufriedenheit eher schwach ab. Insbesondere die drei Bereiche Personalberichterstattung, Weiterbildung und Wissensmanagement sowie Personalbeurteilung und Karriereplanung werden von fast zwei Dritteln der Unternehmen der Fertigung als nicht gut genug umgesetzt angesehen. Bei den Dienstleistern sind es nahezu die Hälfte der befragten Unternehmen, die mit diesen Prozessen Probleme haben, während dies bei den Händlern bei immerhin noch einem Viertel der Fall ist. Doch auch die Personalrekrutierung stellt für knapp 43 Prozent der Unternehmen des Mittelstands einen verbesserungswürdigen Prozess dar.

Fehlende Fachkräfte durch schwache Rekrutierung und Reporting

Ohne qualifizierte Mitarbeiter, sowohl aktuell als auch in der Zukunft, gefährden Unternehmen ihren Status am Markt. Die Personalrekrutierung stellt dabei in Zeiten des Fachkräftemangels eine wichtige Säule dar, um auch langfristig qualifizierte Mitarbeiter von außen in das Unternehmen zu holen.

Eng mit der Rekrutierung verknüpft ist die Personalberichterstattung, welche über alle Branchen hinweg zu den größten Problemfeldern gehört. Ohne eine ordentliche Personalberichterstattung verfügen Unternehmen beispielsweise nicht über detaillierte Informationen zur unternehmensweiten Altersstruktur und damit über künftig auftretende Personalengpässe. Auch nach außen dient die Personalberichterstattung als Informationsinstrument, um interessierte Bewerber zum Beispiel über die Unternehmenskultur, demografische Struktur oder Karrierechancen zu informieren. Hier sollten dafür ausgelegte IT-Systeme eingesetzt werden, welche automatisiert Berichte erstellen können.

Mangelndes Wissen gefährdet Unternehmenserfolg

Weiterbildung und Wissensmanagement ist zusammengenommen ein weiterer Bereich, der von vielen Unternehmen stark vernachlässigt wird. Hier haben insbesondere die Fertigungsunternehmen noch starken Handlungsbedarf, denn fast zwei Drittel der Fertiger weisen in diesem Bereich eine nicht zufriedenstellende Umsetzung auf. Bei den Dienstleistern ist es immerhin noch die Hälfte. Im Handel stellt die Weiterbildung für ein knappes Viertel der Unternehmen ein Problem dar.

Dabei ist die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter für die Unternehmen unabdingbar, um diese mit den neuesten Technologien, Konzepten und Methoden vertraut zu machen. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Unternehmen nicht von der Konkurrenz abgehängt wird, die bereits Produktivitätserhöhungen durch weiterbildende Maßnahmen verzeichnen kann.

Darüber hinaus sollten die Unternehmen über den Einsatz von Wissensmanagement-Tools nachdenken. Wenn nicht dokumentiertes Wissen durch die Abwerbung von Mitarbeitern oder altersbedingtes Ausscheiden aus dem Unternehmen verschwindet, kann dies zu größeren Problemen führen, da Wissen, welches bislang ein Wettbewerbsvorteil war, unwiderruflich aus dem Unternehmen herausbricht.

Verspätete Personalplanung verhindert Führungsnachwuchs

Ohne frühzeitige personalpolitische Entscheidungen können Unternehmen den zukünftigen Bedarf an Nachwuchsführungskräften nicht decken. Eine mangelnde Personalbeurteilung verhindert dabei bereits eine Auswahl von Personen, die für einen betriebsinternen Aufstieg in Frage kommen. So lassen sich mit Personalbeurteilungsmaßnahmen die Risiken von Fehlbesetzungen bereits frühzeitig minimieren. Ist dann auch noch die Karriereplanung mangelhaft, können geeignete Mitarbeiter nicht durch persönliche Laufbahn- und Karrierepläne und spezifische, für die künftige Position erforderliche Weiterbildungsmaßnahmen auf Führungspositionen vorbereitet werden. Eine systematische Karriereplanung dient nicht zuletzt dazu, zufällige Beförderungs- und Versetzungsentscheidungen bei Vakanzen und neu geschaffenen Positionen abzulösen und damit auch Produktivität und Erfolg nicht mehr dem Zufall zu überlassen. Der Einsatz von Personalsoftware kann die Unternehmen bei diesem komplexen Aufgabengebiet bereits maßgeblich unterstützen.

Umsetzungsprobleme des Personalwesens

Bild: Die größten Umsetzungsprobleme des Personalwesens

Über die Studie:

Die Fachbereichsstudie Personalwesen fasst für Fachbereichsverantwortliche zusammen, welche Business-Prozesse in ihrer Branche unzureichend umgesetzt sind und welche ungenügend durch IT unterstützt werden. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Die repräsentative Studie BPI Mittelstand 2016 befragte in erster Linie Geschäftsführer und Fachbereichsleiter mittelständischer Fertigungs-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der BPI wird unterstützt von marcom source, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cormeta, Rödl & Partner, dem FIR an der RWTH Aachen, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie weiteren Partnern aus der ITK-Branche.

Mittelständische Unternehmen können unter www.business-performance-index.de/benchmarking/online-selbstcheck leicht feststellen, wie sie im Vergleich zum Durchschnitt der befragten Unternehmen ihrer Branche abschneiden und ihre individuellen Handlungsfelder adressieren.

www.techconsult.de
 

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