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Microsoft OfficeMicrosoft Office 365 wird zunehmend ein Thema für die Unternehmen. Nach einer Vergleichsstudie des Beratungshauses Centracon setzen sie sich deutlich mehr als noch im letzten Jahr entscheidungsorientiert mit einer Einführung auseinander. Gleichzeitig werden die möglichen Migrationshürden geringer als zuletzt bewertet, umgekehrt ist aber auch die Nutzenerwartung gestiegen.

Der Untersuchung zufolge haben sich derzeit zwei von fünf Unternehmen ausführlich und entscheidungsorientiert mit der Cloud-basierten Office Anwendung von Microsoft beschäftigt. Dies entspricht fast einer Verdoppelung gegenüber 2015, als sich lediglich 22 Prozent damit auseinander gesetzt hatten. Hinzu kommt ein weiteres Fünftel, das ebenfalls bereits einen tieferen Blick in Office 365 geworfen hat, aber noch nicht auf eine Migration abzielt. Insgesamt ist die Lösung somit inzwischen für 89 Prozent der Unternehmen ein Thema. „Dies zeigt eine deutlich gestiegene Akzeptanz, die sicherlich auch von der Cloud-Entwicklung in Summe positiv beeinflusst worden ist“, urteilt Marcus Zimmermann, Senior IT-Business Consultant bei Centracon.

Verantwortliche kennen sich immer besser mit Office 365 aus und haben konkrete Vorstellungen, was der Service leisten soll. Damit ist von den Anwendern auch die Messlatte höher gelegt worden, ob sie sich für eine Migration tatsächlich entscheiden. Im Gegensatz zum Jahr 2015 sind die Erwartungen hinsichtlich der Nutzenargumente für die Anwenderseite und damit für das Business gestiegen. Besonders deutlich wird dies an den kollaborativen Erwartungen, die Anwender mit Microsoft Office 365 verbinden. So werden die Aspekte der sicheren und effizienten Zusammenarbeit mit Externen sowie der gemeinsamen Erstellung von Dokumenten jeweils von über zwei Drittel als zwingende Notwendigkeit gesehen, vor einem Jahr war dies deutlich weniger der befragten Business- und IT-Manager wichtig. Auch dass eine hohe Flexibilität für die Nutzungsszenarien bestehen soll, wird inzwischen von 72 Prozent als ein wichtiges Entscheidungskriterium genannt. Im letzten Jahr waren es mit 64 Prozent noch deutlich weniger.

Andererseits haben wirtschaftliche Argumente aus der IT-Providersicht etwas an Bedeutung verloren. Stand eine Reduzierung der Betriebskosten vor einem Jahr noch für 71 Prozent ganz oben auf der Kriterienliste, ist dieser Aspekt nun für 8 Prozent weniger bedeutsam für die Migrationsentscheidung. Auch die verursachergerechte Kostenverteilung hat an Bedeutung verloren: Wurde sie zuletzt von fast drei Viertel als relevant bewertet, ist dieser Anteil auf 59 Prozent gesunken. Relativ unverändert sind die Ansprüche an die Verfügbarkeit und Datensicherheit (84 bzw. 87 Prozent) geblieben. „Diese Aspekte sind Dauerbrenner, wenn es um ITServices geht, da sie schnell zum Showstopper werden können. Sie haben einen unmittelbaren Einfluss darauf, ob die Kundenseite die neuen Services akzeptiert, im Folgenden nachfragt und schließlich auch damit zufrieden ist“, beschreibt Marcus Zimmermann die Situation.

Zu den besonders auffälligen Ergebnissen der Untersuchung gehört aber auch, dass die intensivere Beschäftigung mit Microsoft Office 365 den Blick für die möglichen Migrationshürden verändert hat. Auch wenn der Datenschutz und die Datensicherheit nach wie vor die größten Sorgen auslösen, haben verschiedene Maßnahmen dazu geführt, dass Befürchtungen reduziert werden konnten. Dazu gehören sicherlich die breit angelegten Aufklärungskampagnen, positive Beispiele erfolgreicher Implementierungen sowie die Bereitstellung von Office 365 aus einem deutschen Rechenzentrum. „Damit entfallen Entscheidungshürden, die aus befürchteten Datenschutzrisiken wegen der Datenhaltung und des ITBetriebs außerhalb von Deutschland resultieren.“

Die Anzahl der Einzelservices, Features und Konfigurationsmöglichkeiten von Office 365, auch in Kombination mit Azure und weiteren 3rd Party Anbietern, nimmt stetig zu. Einerseits können dadurch vielfältige Anforderungen erfüllt werden, andererseits leidet darunter die Transparenz der Varianten des Cloud Service, was die Umfrage nun bestätigt. Damit dies in Zukunft kein noch deutlicheres Hemmnis wird und IT-Abteilungen ihre Rolle in Richtung der Anwender wahrnehmen können, müssen Kompetenzen, Aufgaben und Rollen in der Transformation zum CloudService Broker aufgebaut werden. Beispielsweise wird dabei eine Integration in die bestehende IT-Servicelandschaft nur noch von 29 Prozent als denkbares Hemmnis genannt, während es 2015 noch 44 Prozent waren.

Auch bei Abbildung individueller Anforderungen sehen weniger Befragte Probleme, dies liegt mit 58 Prozent jedoch auf einem weiterhin relativ hohen Niveau. Nur an der Einschätzung, dass der Umstieg auf die Cloud-Lösung von Microsoft ein komplexes Projekt darstellen wird, hat sich nichts geändert: Diese Erwartung haben weiterhin 60 Prozent. „Dies entspricht dem ebenso großen Teil der befragten Unternehmen, die sich noch nicht in konkreter Migrationsabsicht mit Office 365 beschäftigt haben. Unternehmen werden dem nur mit intensiver und umfänglicher Arbeit begegnen können“, rät Marcus Zimmermann. „Dabei sollten die Interessen der Anwender direkt mit einbezogen werden“. 

www.centracon.com

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