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Tony Anscombe, AVG TechnologiesSicherheitsexperten warnen öfter davor, unsere ortsbezogenen Daten zu teilen oder freizugeben. Die Reaktion: Sie übertreiben maßlos. Ein Kommentar von Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies, über die Ortungsfunktion der Google Timeline.

Welcher Schaden kann schon durch ein kurzes einloggen oder eine kurze Suche im Internet entstehen? Ich gebe zu, dieser Gedanke ist auch mir schon das ein oder andere Mal gekommen. Daher war mein Schock umso größer, als ich mir das neue Timeline Feature angeschaut habe, das Google letzte Woche vorgestellt hat.

AVG_Google_Timeline_Bild1

Punkt für Punkt die Bewegung nachvollziehen

Die Timeline zeichnet jeden Ort auf, an dem Nutzer Google Maps verwendet haben und markiert dies in der Weltkarte mit einem Punkt.

AVG_Google_Timeline_Bild2

Man sieht: Ich habe einige Europareisen gemacht, die meisten Punkte sind aber in und um London, wo ich mich oft aufhalte. Dies ist beängstigend genug – aber es geht noch extremer, denn der Klick auf einen der Punkte öffnet die dazugehörige Reiseroute. Hier etwa ein Spaziergang durch Barcelona, den ich letztes Jahr im Rahmen des Mobile World Congress unternommen habe:

Hierbei handelt es sich um eine exakte Nachverfolgung der Wege, die ich gegangen bin und wie lange ich wo gewesen bin. Was für mich besonders gespenstisch an dieser Darstellung ist: Ich war mir bei diesem Spaziergang gar nicht bewusst, dass ich mein Handy aktiv zum navigieren benutzt habe.

Wo war ich wann?

Mit Google Timeline ist es möglich, genau herauszufinden, wo ich mich an einem speziellen Datum aufgehalten habe. Wenn ich etwa wissen möchte, wo ich am 2. Oktober 2013 war, könnte ich es über Google Timeline herausfinden. Die Google Timeline ordnet diese Aufenthaltsorte sogar für mich ein und benennt sie. Hier etwa in „Tagestrip nach Cambridge“.

AVG_Google_Timeline_Bild3

Dieses neue Feature hat mich auf jeden Fall nachdenklich gestimmt, wie viele Daten ich im Alltag von mir Preis gebe. Natürlich sind diese Informationen privat und nur für mich sichtbar, aber eben auch für das Unternehmen Google. Daher empfehle ich jedem, seine eigene Google Timeline über sein Konto zu öffnen und zu schauen ob man sich mit den dort gesammelten Daten so wohlfühlt.

Mit wenigen Klicks die Ortung abstellen

Die Ortungsfunktion der Google Timeline lässt sich einfach abstellen: Durch einen Klick auf den „Zahnrad“-Button am rechten unteren Bildschirmrand öffnet sich ein Drop-Down-Menu. Dort deaktiviert die Funktion „Standortspeicherung pausieren“ die Ortungsfunktion. In diesem Drop-Down-Menu können zudem auch alle gespeicherten Orte gelöscht oder die die eigene Historie heruntergeladen werden.

AVG_Google_Timeline_Bild4

Tony Anscombe, Senior Security Evangelist bei AVG Technologies

www.avg.com

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