• 1
  • 2
  • 3

it management  12 2016
12/2016

Inhaltsverzeichnis

mit Special
it security

7. Cologne IT Summit
26.01.17 - 26.01.17
In IHK Köln

BIG DATA Marketing Day
16.02.17 - 16.02.17
In München

Next Generation SharePoint
16.02.17 - 16.02.17
In Köln

BIG DATA SUMMIT 2017
16.02.17 - 16.02.17
In Hanau

IAM CONNECT 2017
20.02.17 - 22.02.17
In Berlin

Bei Green IT geht es im Grunde um nichts anderes als um Konsolidierung, Kostendämpfung und Effizienz. Ein Ergebnis dieses Trends ist die verstärkte Virtualisierung, die wie alle aufstrebendenTechnologien Veränderungen mit sich bringt, denen im Datenzentrum Rechnung getragen werden muss.

Im Rahmen einer Reise durch Europa im Januar 2008 hatte ich Gelegenheit, mit Kunden und Presse eine Reihe von Themen zu diskutieren. Dabei unterhielt ich mich über viele bereits bekannte Fragestellungen wie: Service Oriented Architecture, die Wirtschaft im Allgemeinen, die Rolle des CIO, Enterprise-Architekturen, Unified Communications und Collaboration. Ein Thema jedoch beschäftigte alle, mit denen ich auf dieser Reise sprach: Green IT. Ganz allgemein gesagt: Führungskräfte wie Journalisten stehen dem Thema skeptisch gegenüber. Das wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass Produkte und Konzepte, die bereits vor dem Umweltboom existierten, auf einmal von einer Flut „grüner“ Marketingbotschaften begleitet werden.

Denn bei Green IT geht es im Grunde um nichts anderes als um Konsolidierung, Kostendämpfung und Effizienz. Den Unternehmen geht im wahrsten Sinne des Wortes der Platz aus, zudem müssen sie ihren Energieverbrauch senken. Ein Ergebnis dieses Trends ist die verstärkte Virtualisierung. Diese ist nämlich relativ einfach zu bewerkstelligen und hat den unmittelbaren Effekt, die Zahl der Geräte im Rechenzentrum zu reduzieren. Einer der offensichtlichsten Vorteile für das Unternehmen ist die Konsolidierung von nicht ausgelasteten Rechnern in einer einzigen Einheit, auf der mehrere virtuelle „Slices“ laufen. Die meisten Organisationen sind jedoch noch nicht so weit gegangen, im Rechenzentrum eine dynamische Bereitstellung einzuplanen. Das wird jedoch notwendig werden, sobald (oder wenn) sich die Management-Tools verbessern.

Virtualisierung als fester Bestandteil der IT

Die Virtualisierung kann viele Probleme lösen, bringt aber auch neue Fragestellungen mit sich; vor allem der Paradigmenwechsel im Bereich Management und Mitarbeiterbedarf wird Ihre Aufmerksamkeit erfordern. Bei genauerer Betrachtung fallen zudem Treiberinkompatibilitäten und mangelnder Support seitens der Anbieter ins Auge, an denen bereits so manches Virtualisierungsprojekt gescheitert ist. Im Bereich Lizenzkosten werden sich ebenfalls Einsparmöglichkeiten eröffnen, wenn auch meist nur deshalb, weil Ihre Teams in der Lage sein werden, die Anzahl der System-Images zu reduzieren und damit auch die Lizenznutzung; beim Entwurf von virtualisierten Umgebungen sollte deshalb darauf geachtet werden, dass hierdurch nicht die Gesamtlizenzkosten steigen (es sei denn, Sie haben guten Grund, dies nicht zu beachten). Sie können auch Einfluss auf die Personalbelastung nehmen, nicht nur durch effizientere Auslastungsprozesse, sondern auch (langfristig) durch konsolidierte Management-Tools. Das hat auch wichtige Auswirkungen auf die Gestaltung künftiger Angebote seitens der Anbieter. Zu beachten sind insbesondere das Thema Mitarbeiterschulungen sowie der Kulturwandel, der ansteht, wenn Fachkompetenzen technologische Grenzen überschreiten (Netzwerk/Server/Speicher/Anwendungen).

Fest steht: Die Virtualisierung ist kein kurzlebiger Trend sondern wird auch in Zukunft fester Bestandteil der IT sein. Sie hat ihre Schwachstellen und bringt wie alle neuen Technologien Veränderungen mit sich, denen im Datenzentrum Rechnung getragen werden muss. Nur wer die möglichen Auswirkungen und Fortentwicklungen dieser aufstrebenden Technologie im Auge behält, kann frühzeitig reagieren – und als Manager nicht nur seine Kompetenz unter Beweis stellen sondern auch effizient arbeiten.
Chris Howard, VP und Director, Executive Advisory Program, Burton Group