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Neun von zehn Unternehmen analysieren interne Daten mit Hilfe von IT. Big Data unterstützt betriebliche Entscheidungsprozesse. Zweiter „Big Data Summit“ des BITKOM mit Rekordbeteiligung.

Neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) in Deutschland analysieren für betriebliche Entscheidungsprozesse interne Daten mit Hilfe moderner Informationstechnik. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis einer repräsentativen Umfrage in der deutschen Wirtschaft. „Moderne Datenanalysen ermöglichen bessere Entscheidungen, effizientere Betriebsabläufe und nicht zuletzt völlig neue Geschäftsmodelle“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf anlässlich des „Big Data Summits 2014“. Bei dem Kongress des BITKOM mit mehr als 500 angemeldeten Teilnehmern werden zahlreiche Big Data Anwendungen gezeigt sowie technische und rechtliche Aspekte der Technologie diskutiert. Big Data Analytics beschreibt die Auswertung großer Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen in hoher Geschwindigkeit. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine verantwortungsvolle Nutzung der Daten von der Erhebung über die Auswertung bis zur Verwendung der Analyseergebnisse.

Laut Umfrage sehen 48 Prozent der befragten Unternehmen das größte Potenzial von Big Data in der Unterstützung betrieblicher Entscheidungsprozesse. „Big Data Analytics hilft uns dabei, die Welt besser zu verstehen und auf dieser Basis bessere Entscheidungen zu treffen“, sagte Kempf. In der Wirtschaft könne Big Data dazu beitragen, dass Unternehmen innovativer, flexibler und weniger krisenanfällig werden. So sehen 41 Prozent der Befragten ein hohes Potenzial von Big Data in einer besseren Kundenkenntnis, 37 Prozent in Frühwarn- und Prognosesystemen und 36 Prozent in besseren Wettbewerbsanalysen. 32 Prozent in einer Optimierung der Ressourcenplanung und 27 Prozent in der Beschleunigung von Management-Entscheidungen.

Bereits heute verfügen viele Unternehmen über umfangreiche Datenbestände. Bei der IT-gestützten Analyse werden die unterschiedlichsten Daten für die Entscheidungsfindung herangezogen. Nach den Ergebnissen der Umfrage werten 36 Prozent der Unternehmen so genannte Stammdaten aus, die Basisinformationen zu betrieblich relevanten Objekten enthalten. Dabei kann es sich um personenbezogene Daten wie Name und Adresse handeln, um produktbezogene Daten wie Artikelnummern oder um prozessbezogene Daten, zum Beispiel den Stand der Verarbeitung im Produktionsprozess. 33 Prozent der Unternehmen werten Transaktionsdaten aus, zum Beispiel zu Käufen oder Verkäufen. 31 Prozent analysieren Logdaten, die auf Computern oder Produktionsmaschinen anfallen, und 25 Prozent Sensordaten. Dabei handelt es sich um Messdaten von Maschinen, Geräten oder Fahrzeugen. Immerhin 13 Prozent analysieren auch Inhalte aus Internet und Social Media sowie 9 Prozent Texte und Publikationen. „Big Data Analysen kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz“, sagte Kempf. „Neben der Wirtschaft profitieren auch die wissenschaftliche Forschung, die Medizin oder die Politik von Big Data.“

Weitere Informationen zum Big Data Summit unter www.bitkom-bigdata.de.

www.bitkom.org

Hinweis zur Methodik: Im Auftrag des BITKOM sind 507 IT-Verantwortliche und Geschäftsführer von Unternehmen ab 50 Mitarbeiter befragt worden. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Für die Durchführung waren Bitkom Research und ARIS Umfrageforschung verantwortlich.  

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