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IT-Anbieter: Mehr Fokus auf Mittelstand und Services PDF  | Drucken |  E-Mail
27. Juni 2008

Arbeitskreis von IBM Deutschland, LYCOS Europe, SAP und Siemens identi-fiziert wichtigste ITK-Wachstumsmärkte und Technologien bis 2020.

Bis zum Jahr 2020 werden zu den größten IT-Wachstumsmärkten in Deutsch-land der für den Mittelstand und der für IT-Dienstleistungen gehören. Zu die-sem Resultat kam der Arbeitskreis „Internet of Services“, ein Gemeinschafts-projekt der Unternehmen IBM Deutschland GmbH, LYCOS Europe, SAP und Siemens IT Solutions and Services. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zu den wichtigsten Märkten für Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) der Zukunft und der treibenden Technologien sind im aktuellen „BDI-Manifest für Wachstum und Beschäftigung – Deutschland 2020“ des Bundesver-bands der Deutschen Industrie (BDI) nachzulesen.

Der Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung

Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK) sind ein entscheiden-der Schlüssel für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutsch-lands im 21. Jahrhundert. So erwarten zum Beispiel die Analysten von IDC in den Jahren 2008 bis 2012 einen weiteren Anstieg der IT-Ausgaben in Deutsch-land um 4,6 Prozent.

Mehr als ein Drittel des gesamten Produktivitätsfortschritts hierzulande beruht laut BDI auf ITK-Anwendungen. Um die wichtigsten ITK-Märkte bis 2020 und die treibenden Technologien zu identifizieren, bildete sich der Arbeitskreis „In-ternet of Services“ unter Mitwirkung von IBM Deutschland, LYCOS Europe, SAP und Siemens. Seine Ergebnisse sind Bestandteil des „BDI-Manifests für Wachs-tum und Beschäftigung – Deutschland 2020“, das am Montag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Publikation stellt zehn Strategien für das nächste Jahr-zehnt vor - für nachhaltiges Wachstum, mehr Arbeitsplätze und eine höhere Wertschöpfung am Standort Deutschland.

Wachstumspotenzial für den Mittelstand

Erhebliches Wachstumspotenzial sehen die Teilnehmer des Arbeitskreises „In-ternet of Services“ auf dem IT-Markt vor allem für den Mittelstand und dem für IT-Services. So geht die Arbeitsgruppe davon aus, dass sich im Bereich Dienst-leistungen die gleichen Wettbewerbskonstellationen herausbilden werden wie in der Fertigung: Deutschland muss in Services mit hoher Wertschöpfung investie-ren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Umgekehrt kann die Nutzung von ITK in vielen Fällen zum Kern neuer Dienst-leistungen werden. Das zum Beispiel auf dem Gebiet Computer Aided Design (CAD), der Entwicklung von Fahrzeugen und Maschinen am Computer, im Be-reich sozialer Netzwerke oder bezüglich mobiler, ortsbezogener Informationen, die dem Nutzer zur Verfügung gestellt werden.

Für den Mittelstand ergeben sich ebenfalls neue Perspektiven. So könne ein Netzwerk aus kleineren Unternehmen künftig dank intelligenter ITK-Vernet-zung ähnlich agieren wie große und somit im globalen Wettbewerb besser be-stehen als je zuvor. Der Übergang in die vernetzte Wissensökonomie erfordere jedoch den Einsatz moderner IT-Lösungen. Wenn auch kleine und mittelständi-sche Unternehmen konsequent auf Innovationen setzen und IT als Effizienzver-stärker nutzen, werden sie weiterhin Motor für Wachstum und Beschäftigung sein.

Software wird wettbewerbsrelevant

Außer der IT auf Unternehmensebene sind zum Beispiel gerade in der Ferti-gungsindustrie die Möglichkeiten für eine optimale Produktgestaltung durch die IT entscheidend. Software bestimmt zunehmend die Leistungsfähigkeit von Pro-dukten und wird damit wettbewerbsrelevant. Durch die zu erwartende Vernet-zung dieser Produkte entwickelt sich eine völlig neue Dynamik. Mittelstand und IT Industrie müssten sich gemeinsam dieser noch schwer abzuschätzenden Ent-wicklung stellen, um sie mitzugestalten und die sich dadurch ergebenden Chan-cen bestmöglich zu nutzen.

Die Arbeitsgruppe "Internet of Services" betont in ihrer Untersuchung die Be-deutung des Mittelstands als eigenes Kundensegment mit spezifischen Anforde-rungen. Bei der Ausgestaltung der Produkte für den Mittelstand kommt es vor allem auf leichte Bedienbarkeit, hohe Sicherheitsstandards, sowie auf verbind-liche Standards und Interoperabilität an.

Das „BDI-Manifests für Wachstum und Beschäftigung – Deutschland 2020 steht als Gesamtausgabe und als Zusammenfassung unter www.bdi.eu zum Down-load bereit.

 
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