| Flaute im deutschen Outsourcing-Markt | | Drucken | |
| 27. Mai 2008 | |
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Das arago Institut für komplexes Datenmanagement geht davon aus, dass ein Grund für die derzeitige Flaute am deutschen Outsourcing-Markt in der fehlenden Kenntnis der Unternehmen begründet liegt, welche Ziele sich damit realisieren lassen. Das Institut beruft sich dabei auf eine Meldung des Beratungshauses active sourcing, nach dessen Aussage im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang an Aufträgen um siebzig Prozent zu verzeichnen gewesen sei. „Diese Entwicklung ist durchaus als dramatisch zu bezeichnen und auch nicht alleine darauf zurückzuführen, dass ein milliardenschwerer Deal aus der Jahresbetrachtung heraus fällt“, kommentiert Martin Friedrich, Vorstand bei der arago AG, die Zurückhaltung deutscher Firmen. Die Frankfurter IT-Experten glauben viel eher, dass es in puncto Outsourcing Zeit zum Umdenken sei und nicht nur die Kostensenkung als Motivation herangezogen werden dürfe. Dass dies nach wie vor der Fall ist, belegen die Ergebnisse einer Studie, die das Institut im Frühjahr unter den IT-Verantwortlichen von Anwenderunternehmen durchgeführt hat. 84 Prozent von ihnen nennen die Kostensenkung als Hauptziel des Outsourcing. „Natürlich bestreiten wir auch nicht, dass mit der Auslagerung bestimmter Prozesse sehr viel Geld gespart werden kann“, sagt Martin Friedrich. „Wenn wir heute aber vom Next Generation Outsourcing sprechen, geht es um viel mehr als das.“ Als Beispiele nennt er die Modalisierung von Preisen und Leistung, die verringerte Leistungsverzahnung, die Möglichkeit, von technischen Innovationen seitens des Providers zu profitieren und die stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft. „In unserer Umfrage bewegen sich diese Aspekte alle zwischen zwei und sechs Prozent, das zeigt, dass die eigentlichen Vorteile, die das Outsourcing bringt, von den Unternehmen noch nicht ausreichend verstanden werden.“ Dazu komme, dass Outsourcing-Partner das auslagernde Unternehmen dabei unterstützen können, die Art und Weise der IT-Produktion zu verändern, ohne dass dadurch der laufende Betrieb in Mitleidenschaft gezogen wird. Dabei sieht arago als notwendigen Schritt die Industrialisierung und Automatisierung von IT-Prozessen an. Durch sie ließe sich eine erhebliche Steigerung der Effizienz und der Produktivität erzielen. „Nach einer erfolgreichen Neuorganisation der Arbeit durch ITIL müssen bestimmte Punkte im Systembetrieb identifiziert werden, an denen manuelle Tätigkeiten durch automatische Prozesse ersetzt werden können“, so Martin Friedrich. „Auf diese Weise schafft eine Firma für ihre Mitarbeiter neue Freiräume, die gewinnbringend genutzt werden können.“ Auf diese Weise könne dann auch die Ergebnisqualität in konkreten Kundenprojekten gesteigert werden. *Befragt wurden fünfzig IT-Verantwortliche aus mittelständischen Anwenderunternehmen. Die Studie ist im explorativen Bereich einzuordnen. Sie spiegelt eine bestimmte Grundstimmung in der Branche wider und lässt aus diesem Grund Rückschlüsse auf bestimmte Tendenzen zu. |
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