Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hält eine "Intensiv-täterdatei" zur Erfassung jugendlicher Serienstraftäter in allen 16 Bundes-ländern für nötig.
"Sie sollte wie in Niedersachsen bei den Polizeidirektionen vor Ort geführt werden. In die Datei werden sämtliche Entwicklungen des Täters eingetragen, um sie auch Staatsanwaltschaften und Jugendämtern mitzuteilen", sagte Schünemann der Tageszeitung 'Die Welt' (Freitagsausgabe). Als besonders wirksam hätte sich erwiesen, dass die Polizei unsere rund 500 Intensivtäter alle 14 Tage zu Hause besucht und mit ihnen so genannte Gefährdergespräche führt."
Sinnvoll für alle Länder sei es zudem, jeden Täter vierteljährlich in "Fallkon-ferenzen" mit Staatsanwaltschaften, Polizei, Jugendämtern und sozialen Einrichtungen zu begutachten. Schünemann wird dieses Konzept bei der Innenminister-Klausur der unionsregierten Länder in Wiesbaden einbringen.