Im Kampf gegen Jugendgewalt hat der hessische Justizminister Jürgen Banzer weitere Maßnahmen gefordert. In einem Gespräch mit der 'Berliner Zeitung' (Freitagsausgabe) schlug der CDU-Politiker vor, Jugendcliquen zu trennen.
Straftaten würden häufig in Gruppen verübt, weil die Jugendlichen "sich dann stärker fühlen oder einen Gruppenzwang verspüren", sagte Banzer. "Wenn die Clique eine Zeit lang nicht mehr zusammen ist, kann das daher helfen." Weiter sprach sich der Justizminister der Regierung von Roland Koch (CDU) für ein Handy-Verbot als Sanktion gegen jugendliche Straftäter aus. Damit seien zwar Intensivtäter nicht mehr zu beeindrucken. "Aber auch kriminelle Karrieren fangen klein an", sagte Banzer.
Er beklagte, es gebe "ganze Regionen, in denen die Menschen sich abends in der U-Bahn oder auf den Plätzen nicht mehr sicher fühlen". Um Jugendgewalt effektiv zu bekämpfen, bedürfe es neben repressiven auch vorbeugender Maßnahmen etwa zur Integration junger Ausländer.