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it research ist ein deutschsprachiges Unternehmen, das Studien, Bulletins und White Papers im Bereich  der Informationstechnik erstellt. Ziel ist, auf neueste Technologien hinzuweisen, IT-Investitionen der Unternehmen noch rentabler zu machen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und Risiken zu minimieren. Um dies zu erreichen arbeitet it research mit einem Netzwerk von Kompetenzträgern auf den verschiedensten Gebieten der IT zusammen.

Unternehmen haben bei BPM noch Entwicklungsbedarf PDF  | Drucken |  E-Mail
09. Mai 2008

Wie der Bericht „State of Business Process Management 2008” ermittelte, befinden sich die meisten Unternehmen bei der Einführung von BPM auf der zweiten CMMI-Stufe. Die bestehenden Anwendungen der meisten Befragten unterstützen die aktuellen Prozesse nur „teilweise” oder „nie”. Das Interesse an BPM-Suiten hat im Vergleich zum Vorjahr signifikant zugenommen.

Wie eine aktuelle Studie unter knapp 300 Führungskräften zeigt, haben Unter-nehmen trotz wachsendem Interesse an Business Process Management (BPM) noch Entwicklungsbedarf. Auf der CMMI-Skala der Studie (CMMI: Capability Maturity Model Integration) befinden sich die meisten Unternehmen auf Stufe 2, haben also damit begonnen, ihre Prozesse verbindlich zu dokumentieren. Bei diesen Unternehmen gibt es noch keine vollständige Implementierung einer unternehmensweiten Prozessarchitektur, keine systematische Messung der Performance und keine kontinuierliche, unternehmensweite Steigerung der Prozesseffizienz - Maßnahmen also, die Unternehmen der Stufen 3, 4 und 5 bereits umgesetzt haben.   

Die Studie mit dem Titel „The State of Business Process Management 2008” wurde von BPTrends, dem führenden Informationsportal zum Thema Ge-schäftsprozesse mit weltweit 20.000 Community-Mitgliedern, durchgeführt, aus-gewertet und veröffentlicht. Die Software AG,  unabhängiger Anbieter von In-frastruktursoftware für Geschäftsprozesse, hat die Studie exklusiv gesponsert.

„Auch 2007 hat sich der BPM-Markt weiterentwickelt und ausgedehnt, denn die meisten Unternehmen haben das strategische Potenzial von BPM inzwischen er-kannt. Daher ist im laufenden Jahr mit weiterem Wachstum zu rechnen”, sagt Paul Harmon, Executive Editor, Gründungspartner von BPTrends und Co-Autor der Studie. „Auch das wachsende Interesse an BPM-Suiten als komfortable Alternative zur reinen Prozessmodellierung ist beachtlich. Wie unsere Studie zeigt, gehen diese Unternehmen das Thema Prozessmanagement insgesamt durchdachter an.”

Die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass ihr Unternehmen BPM als strategische Disziplin verfolgt. In diesem Zusammenhang bezeichneten 26 % der Befragten BPM als „wichtiges strategisches Anliegen der Unternehmensleitung”. Weitere 24 % sagten, ihr Unternehmen sei „mit mehreren hochrangigen Prozesspro-jekten bereits stark aktiv”.

Während in einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2006 noch 16 % der Teilneh-mer das Thema BPM als reine Kombination von Softwaretechnologien betrach-teten, waren in der aktuellen Studie nur noch 9 % dieser Meinung. Stattdessen bezeichneten die meisten Befragten BPM deutlich allgemeiner als „Top-down-Methode für die Strukturierung, Verwaltung und Bewertung eines Unterneh-mens auf der Grundlage seiner zentralen Prozesse” (40 %) oder als „syste-matischen Ansatz für die Analyse, Neugestaltung, Optimierung und Verwaltung eines bestimmten Prozesses” (29 %). 

Auch über die maßgeblichen Gründe für die Einführung von BPM herrschte 2007 größere Einigkeit als im Vorjahr. Als wichtigste Gründe gaben die meisten Teilnehmer an: „die Notwendigkeit von Einsparungen durch Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen” (2007: 56 %, 2006: 33 %) und „die Notwen-digkeit, das Management besser zu koordinieren bzw. die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens zu steigern” (2007: 51 %, 2006: 23 %).

Mehrheitlich sagten die Befragten, bei ihnen würden Prozesse nur „teilweise” dokumentiert und mit modernen Methoden gepflegt (55 %). Damit beschei-nigten sie ihrem Unternehmen einen vergleichsweise geringen BPM-Reifegrad. Wie zu erwarten, hemmt das Fehlen einer unternehmensweiten Prozessarchi-tektur weitere Aktivitäten: So ist es nur "teilweise" möglich, Prozessmodelle zu standardisieren, Komponenten in aufeinanderfolgenden Implementierungen wiederzuverwenden oder konsistente Bewertungsstrategien zu definieren.

„Die Anwender haben erkannt, dass sich BPM nicht von heute auf morgen realisieren lässt, und zeigen die notwendige Ausdauer. Gleichzeitig suchen sie verstärkt nach Anleitung und Training, um ihr Ziel schneller zu erreichen”, sagt die Verlegerin Celia Wolf, Gründungspartnerin von BPTrends und Co-Autorin der Studie.  

Hierzu passt die Aussage der klaren Mehrheit der Teilnehmer (61 %), dass aktuelle Prozesse nur „teilweise” oder „nie” von bestehenden Anwendungen unterstützt werden. Diese Einsicht ist eine mögliche Erklärung für das verstärk-te Interesse an BPM-Suiten: Die Zahl der Teilnehmer, die den Kauf einer sol-chen Suite beabsichtigen, ist deutlich gestiegen. Waren es 2006 noch 11 %, sind es 2007 bereits 25 %.   

Im Rahmen der Studie wurden 274 qualifizierte Antworten aus den Reihen der internationalen BPTrends-Community ausgewertet. Die Befragung erfolgte in den Monaten November und Dezember 2007. Die Teilnehmer aus mehr als 15 Branchen bezeichneten sich selbst mehrheitlich als „Process Practitioner/Busi-ness Analyst” (55 %), gefolgt von den Positionen „Business/Line of Business Manager” (17 %), „IT Manager/IT Developer” (15 %) und „Executive” (12 %). Geographisch verteilten sich die Teilnehmer auf Nordamerika (42 %), Europa (30 %), Asien/Australien (16 %), Afrika/Nahost (7 %) und Südamerika (5 %). 
Der vollständige 54-seitige Bericht mit dem Titel „The State of Business Pro-cess Management 2008” ist per Download erhältliche unter: http://www.bptrends.com/surveys_landing.cfm 

 
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