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CIOs bewegen sich im Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation und technologischen Praxislösungen für Geschäftsprobleme. Aber betrachten sich die CIOs in dieser Rolle wirklich als „effizient”?
Die meisten CIOs sind „im Spiel“, weil sie in der Lage waren, Probleme zu lösen, Ziele zu erreichen und die operativen Grundlagen zu beherrschen. Das sind die Wesenszüge eines erfahrenen, effizienten Managers - aber auch nur Voraussetzungen für Effizienz.
Lenker der drei Ebenen
Zum „effizienten CIO” wird man ausschließlich durch Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis. Ohne diese beiden Aspekte bleibt man lediglich effizient. Und weil sich der CIO im Spannungsfeld zwischen Geschäft und Technologie bewegt, erfordert sein „Platz am Tisch” der Entscheidungsträger in der Unternehmensspitze ein effizientes und effektives Agieren.
Für den CIO ist es wichtig, die Erwartungen bis hin zum Vorstand und CEO zu bedienen, die Beziehungen zu seinen Kollegen und „IT-Kunden” zu pflegen und die IT-Abteilung adäquat zu lenken. Diese drei Ebenen erfordern unterschiedliche Fähigkeiten, die wiederum in unterschiedlicher Weise anzuwenden sind – emotionale Intelligenz, Empathie, Beziehungsfähigkeiten und intuitive Einsicht kommen an unterschiedlichen Stellen ins Spiel.
Ein effektiv agierender CIO muss geschäftlichen Entwicklungen Rechnung tragen (und sich deshalb ständig mit Hilfe von Geschäftsveröffentlichungen und Branchenfachzeitschriften aktuell informieren) und seine technologischen Kenntnisse gleichzeitig kontinuierlich aus „Weltraum“-Perspektive optimieren. Letzteres trägt nicht nur zu einer besseren Qualität in der Kommunikation mit den Mitarbeitern bei, sondern fördert auch die Glaubwürdigkeit gegenüber Kollegen und der Führungsspitze. Ein effektiver CIO kann „technisch reden” - aber unter Berücksichtigung des geschäftlichen Blickwinkels.
Ideal des „effizienten CIO"
Und es gibt noch eine weitere wichtige Eigenschaft, die einen effektiv agierenden CIO kennzeichnet, aber allzu oft vergessen oder von „Digital-Technologen“, die vorzugsweise zwischen ein/aus, richtig/falsch, ja/nein unterscheiden, schlecht gemacht wird. Es handelt sich um eine Eigenart, die einen CIO, der Feuerwerke abfeuert, von einem CIO unterscheidet, der wirklich strategisch denkt. Dieses Merkmal macht den CIO zu einer guten Mischung aus Idealist und Pragmatiker, zum Entscheider, der „das Bessere” davor bewahrt, der Feind des „Guten” zu werden, und gleichzeitig dafür sorgt, dass das „Mittelmäßige” nicht zum Freund des „Gut genug” wird.
Der CIO bewegt sich ständig auf einem Drahtseil und kann nie sicher sein, ob er gerade mehr zu der einen oder der anderen Seite tendiert. Diese Fähigkeit erfordert Weisheit, Flexibilität und Sensibilität. Als Sprachstudent habe ich oft nach einer Kultur oder Sprache gesucht, die dieses Merkmal in einem einzigen Wort umschreibt. Das griechische Wort Phronesis (φρόνησις) kommt dem sehr nahe. Im Englischen wird es oft mit „praktische Klugheit“ übersetzt. Aber ich bin auch für andere Begriffe/Konzepte aus jeder Kultur offen. Lassen Sie mich wissen, wie Sie darüber denken, und kontaktieren Sie mich im Executive-Blog (http://eapblog.burtongroup.com).
Jack J. Santos, CIO Executive Strategist Executive Advisory Program (EAP) der Burton Group
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