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Schweizer Bank lässt Website in den USA schließen |
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29. February 2008 |
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Die Schweizer Privatbank Julius Bär hat mit Hilfe eines kalifornischen Richters die Schließung einer auf einem Server in den USA laufenden Website erreicht. Entsprechende Berichte bestätigte am Donnerstag ein Bankensprecher in Zürich. Wikileaks gehört zur sogenannten Whistleblower-Website, die anonym angeblich geheime und brisante Dokumente veröffentlicht. Der Sprecher erklärte, der Richter habe der Klage der Bank stattgegeben. Da die Auftraggeber nicht hätten ermittelt werden können, habe der Richter die ganze Website «wikileaks.org» schließen lassen. Die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) berichtete in ihrer Online-Ausgabe, die Betreiber der Website erachteten die Publikation wegen möglicher Fälle von Steuerhinterziehung und Geldwäscherei als veröffentlichungswürdig.
Nach Angaben des Sprechers ist die Bank trotz Befürchtungen in der Internetszene, das die Meinungsfreiheit angegriffen wird, «überzeugt, das Richtige getan zu haben». Es habe sich um «verleumderische Veröffentlichungen» gehandelt, die der Bank schaden könnten. Laut «NZZ» sind in den auf Wikileaks veröffentlichten Dokumenten unter anderem auch Namen von Kunden und bankinterne Memos zu finden. Dazu gehöre auch ein Bericht über eine angebliche Beobachtung und Einschüchterung eines früheren Bankangestellten der Niederlassung der Bank Julius Bär auf den Cayman-Inseln und über den Versuch einer Abfindungszahlung.
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