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BI-Markt trotzt der Krise, wächst 2008 um 6,2 Prozent PDF  | Drucken |  E-Mail
03. Juli 2009

Im Jahr 2008 gaben Unternehmen in Deutschland über 750 Millionen Euro für Software zur Unternehmenssteuerung aus.

Der Softwaremarkt für Business Intelligence (BI) in Deutschland erreichte 2008 ein Gesamtvolumen von 754 Millionen Euro. Damit ist der Markt von 2007 auf 2008 um 6,2 Prozent gewachsen. Zwar bedeutet das einen Rückgang von den starken Wachstumsraten der letzten Jahre (2007: 13,7 Prozent), insgesamt präsentiert sich der Markt aber weiterhin sehr gesund. Dies ergab eine Vollerhebung der 136 BI-Anbieter in Deutschland für eine aktuelle Marktstudie des Business Application Research Center (BARC). Demnach erwirtschafteten die vier marktführenden Anbieter SAP, Oracle, SAS und IBM zusammen wie schon 2007 circa die Hälfte des Gesamtumsatzes aller Anbieter (49,7 Prozent), konnten Ihren Gesamtanteil allerdings nicht steigern.

Dr. Carsten Bange, Geschäftsführer von BARC, kommentierte: „Der Softwaremarkt für Business Intelligence ist weiterhin eine Säule des gesamten Business-Software-Marktes. Gerade in rezessiven Phasen ist die Notwendigkeit für Transparenz über das Unternehmensgeschehen und eine flexible und effiziente Abwicklung von Planungsprozessen notwendig. Das stabile Wachstum des Gesamtmarktes unterstützt diesen Trend. Doch man muss genauer hinschauen. Die guten Zeiten, in denen jeder Anbieter quasi ungebremst wachsen konnte, sind vorbei. Einigen macht die gesamtwirtschaftliche Lage stärker zu schaffen als anderen, und auch innerhalb der Portfolios der Großanbieter gibt es sehr unterschiedliche Entwicklungen.“

Insgesamt präsentiert sich Markt sehr heterogen: Bei den Anbietern mit den höchsten Umsatzzuwächsen handelte es sich nicht etwa um TOP 5-Anbieter, sondern um QlikTech, Evidanza und Jedox. QlikTech gelang mit rund 47 Prozent Umsatzwachstum der Sprung in die TOP 10 und teilt sich Platz 9 der BI-Umsatzliste mit SPSS. Evidanza legte rund 80 Prozent an Umsatz zu und steht auf Platz 31 der Umsatzliste, Jedox mit rund 57 Prozent Wachstum auf Platz 48. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass nicht die Größe (gemessen in Umsatz) des Anbieters über den Markterfolg entscheidet, sondern gerade die Ausrichtung des Anbieters sehr gute Erfolge ermöglicht. QlikTech ist ein Dashboard- und Analyseanbieter basierend auf In-Memory-Technologie, der eine flexible Lösung mit einer Orientierung auf Fachanwender bietet und damit offensichtlich in der Lage ist auch bei bereits hohem Umsatzniveau noch starke Zuwachsraten zu erzielen.  Evidanza bietet eine flexible Planungslösung und Jedox fokussiert als bekanntester deutscher Open-Source-BI-Anbieter vor allem bisherige Excel-Anwender. Die von den am stärksten wachsenden Anbietern adressierten Themen - In-Memory, Flexibilität, Fachanwender-Orientierung, Planung und Open-Source - sind die Themen, die auch aktuell den Markt bewegen.

Interessant ist auch die Entwicklung innerhalb einzelner Software-Unternehmen und  -kategorien. BARC erhebt die Business-Intelligence-Softwareumsätze aus Lizenzverkauf und Wartungseinnahmen in den Bereichen „Anwenderwerkzeuge“ (Berichts-, Analyse-, Data-Mining-, Planungs-, Konsolidierungs- und OLAP-Lösungen inklusive multidimensionaler Datenbanken) sowie „Datenmanagement“ (Lösungen für Datenintegration, Datenqualitätsmanagement und Datenspeicherung in Business-Intelligence-Systemen).

Auch hier ergibt sich ein heterogenes Bild: So musste beispielsweise IBM Verluste im Datenmanagement-Bereich hinnehmen, konnte aber gutes Wachstum bei den Cognos Anwenderwerkzeugen erreichen.

Komplette Studie auf www.barc.de

 

 
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