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Inhaltsangabe

Yahoo stimmt Vergleich in China zu PDF  | Drucken |  E-Mail

Der Internetkonzern Yahoo hat in einem Rechtsstreit um das Schicksal von zwei inhaftierten chinesischen Dissidenten in einen Vergleich eingewilligt.

Das Unternehmen werde die Familien der Männer finanziell unterstützen und einen humanitären Fonds für andere Dissidenten und deren Angehörige einrichten, teilte Yahoo am mit. Ein Anwalt der Familien sagte, die Vereinbarung enthalte kein Schuldeingeständnis des Unternehmens.

Yahoo hatte Informationen über die Online-Aktivitäten der Dissidenten Shi Tao und Wang Xiaoning an die chinesischen Behörden weitergereicht. Die Männer, die regierungskritisches Material über das Yahoo-Portal veröffentlicht hatten, waren danach verhaftet und nach eigenen Angaben gefoltert worden. Sie wurden unter anderem wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Familien der Männer hatten im April bei einem Bundesgericht in Kalifornien Klage gegen Yahoo eingereicht. Das Unternehmen argumentiert, es sei nach chinesischen Gesetzen zur Herausgabe der E- Mails verpflichtet gewesen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights USA, die die Angehörigen in dem Rechtsstreit vertreten hatte, erklärte, die Kläger und die Dissidenten selbst seien mit dem Vergleich zufrieden. Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.

Yahoo war vor einer Woche bei einer Anhörung im US-Kongress wegen seines Verhaltens scharf kritisiert worden. Im Zuge dieses Hearings war Konzernchef Jerry Yang auch mit den Angehörigen der Dissidenten zusammengekommen. Human Rights USA zufolge trug der Druck des Kongresses wesentlich zum Zustandekommen des Vergleichs bei. Yang selbst wurde in der Yahoo-Mitteilung mit den Worten zitiert: «Nachdem ich die Familien getroffen hatte, war mir klar, dass wir dies (den Abschluss des Vergleichs) für sie, für Yahoo und für die Zukunft tun mussten.»

 
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