| SAP-Upgrades clever vorbereiten: Neue Tools machen fit für das neue Release | | Drucken | |
| 11. Mai 2009 | |
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Die Leistungen rund um SAP sind auch in der aktuellen Wirtschaftssituation einer der wichtigsten Treiber für den IT-Markt. Gegenläufig zur Entwicklung in der IT-Branche könnte der Projektgeschäftsmarkt im Jahr 2009 weiter wachsen, erwarten Analysten von Pierre Audoin Consultants – denn der Trend zum SAP-Upgrade hält an.
Bei vielen Unternehmen liegt die Lizenz für das aktuelle Release SAP ERP 6.0 schon in der Schublade – wird aber nicht genutzt. Die Lücke zwischen den Möglichkeiten des Systems und den Leistungsanforderungen, beispielsweise Integrierbarkeit und Wirtschaftlichkeit, wächst so ste-tig. Durchgängige Geschäftsprozesse und die schnelle Umsetzung von Prozessinnovationen machen ein Upgrade noch attraktiver. Doch wie kann ein solches Upgrade sicher und kostensparend durchge-führt werden? Frühzeitige Analyse ist empfehlenswert Um eine hohe Qualität und Schnelligkeit des technischen Releasewechsels zu gewährleisten, ist es wich-tig, das System schon im Vorfeld zu analysieren und zu optimieren. Je schneller der technische Upgrade abgeschlossen werden kann, desto eher kann das neue Release den erhofften betriebswirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen erzielen. Der Anwender kann schnell das volle Leistungsspektrum nutzen, die aktuellen Marktbedürfnisse abbilden und mit den Entwicklungen Schritt halten – hinsichtlich Effizienz, Transparenz und Flexibilität. Für viele Unternehmen gibt es bei einem Releasewechsel auf SAP ERP 6.0 jedoch eine zentrale Hürde: Ein Großteil der Systeme ist derzeit nicht unicode-fähig. Gerade in der heutigen Zeit, in der immer mehr Unternehmen international tätig und Fusionen, Übernahmen und Umstrukturierungen an der Tagesordnung sind, ist eine reibungslose Verständigung zwischen Programmen – auch in unterschiedlichen Prog-rammiersprachen – von zentraler Bedeutung, denn sie sind die Voraussetzung für die Abwicklung globa-ler Geschäftsprozesse. Eine solche reibungslose Verständigung verlangt eine Umstellung auf Unicode, den Zeichensatz der internationalen Standardisierungs-Organisation ISO. Das Codierungsverfahren er-möglicht es, alle auf der Welt gebräuchlichen Texte und Zeichen nach einem einheitlichen Standard zu speichern, der auch für SAP ERP 6.0 vorgesehen ist. Unternehmensveränderungen können so schneller abgebildet werden, eine Umstellung sorgt indirekt für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Sinnvolle Unicode-Umstellung So führen viele Unternehmen inzwischen im Rahmen des technischen Upgrades auch ein Unicode-Projekt durch. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll, denn eine Unicode-Umstellung komplettiert erst ein Upgrade-Projekt. Worum handelt es sich dabei? Eine Unicode-Umstellung ist die Umstellung von Datenbasis und -landschaft. Häufig wird der technische Upgrade – und gegebenenfalls die Unicode-Umstellung – manuell vorgenommen. Das ist aber sehr aufwändig, und darüber hinaus mit einem hohen Fehlerrisiko behaftet. Moderne Tools erleichtern diese Aufgabe: Sie haben zum Ziel, manuelle Tätigkeiten bei der Unicode-Umstellung so weit wie möglich automatisch abzuwickeln. Die automatische Datenumstellung führt zu einer erhöhten Sicherheit und trägt im Vergleich zur manuellen Umstellung zu einer signifikanten Reduk-tion des Aufwands bei – mit positiven Auswirkungen auf Projektdauer und Projektkosten. CIBER Deutschland hat die CIBER Smartgrade-Methodik entwickelt. Sie stützt sich auf zwei Hauptkomponenten: Den Global Object Manager (GOM) und smartTools for SAP, eine Softwaresuite. Das Zusammenspiel der beiden Tools bildet ein stabiles Gerüst für die Vorbereitung von Upgrade-Projekten und ermöglicht eine effiziente Modernisierung. Der erste Teil eines Unicode-Projekts mit smartTools for SAP, ein vollständiges System-Screening, ist Aufgabe der Eigenentwicklung Global Object Manager von CIBER. Zweck dieser umfassenden System-analyse ist die Identifizierung und Entfernung von „Altlasten“. Mit einer solchen Bereinigung des Systems nimmt die Menge der zu migrierenden Daten – und damit der erforderliche Aufwand – deutlich ab. Als „Altlasten“ werden vom Global Object Manager beispielsweise Objekte erkannt, die von Release zu Re-lease mitgeschleift werden, aber niemals zum Einsatz kamen, inzwischen nicht mehr genutzt werden oder künftig keine Verwendung mehr finden werden. Für deren Wartung, Pflege, Migration und Upgrade wäre ein enormer Aufwand nötig. Neben überflüssigen Programmen identifiziert das Tool außerdem Befehle, die im Zielrelease nicht mehr empfohlen werden. Nur wenn diese vereinheitlicht werden, ziehen die gewachsenen Strukturen keine erhöhten Pflegeaufwände nach sich, die wiederum Kosten verursachen. Harmonisierung der ERP- und Satelliten-Systeme Nach dem System-Screening folgt die Harmonisierung von ERP- und Satelliten-Systemen: Hier erkennt das Tool ausufernde Abweichungen des Systems vom Standard und prüft, inwieweit es möglich und sinnvoll ist, das System an den Standard anzupassen. In der Praxis zeigt die Analyse, dass teilweise nur 30 bis 40 Prozent der eigenentwickelten Programme tatsächlich genutzt werden. So macht erst eine Überprüfung der gesamten aktuellen Systeme auf die Unicode-Fähigkeit den Aufwand der Umstellung überschaubar – und verhindert, dass sowohl Projektkosten als auch Projektdauer ausufern. Der zweite Teil der CIBER Smartgrade-Methodik, die eigentliche Umstellung auf Unicode, ist Aufgabe der smartTools, einer hochspezialisierten Softwaresammlung, die seit 1992 mit jedem Projekt weiterentwickelt wird. Zunächst werden die in der Systemanalyse erfassten Unicode-Verletzungen semiautomatisch umgewandelt. Dabei sind die smartTools unabhängig von verwendeten Programmiersprachen und Da-tenbanken – das Tool „spricht“ nahezu jede Programmiersprache. Nach der erfolgten Korrektur der erfassten Unicode-Verletzungen folgt einem nächsten Schritt die Einar-beitung von kundenspezifischen Regeln, um zu bestimmen, welche Programme weiterhin automatisch umgesetzt werden können – alle anderen müssen manuell nachgearbeitet werden. Doch hat die Erfahrung mit den neuen Werkzeugen in den ersten Projekten gezeigt, dass die Menge der Datensätze, die im Nachhinein einzeln umzusetzen sind, überschaubar ist. Sicherer mit Offshoring-Lösungen In den bisherigen Projekten konnten mittels der CIBER Smartgrade-Methodik rund 70 Prozent der Daten automatisch in Unicode umgewandelt werden. Die toolgestützte Vorgehensweise ist im Vergleich zur manuellen Umsetzung, beispielsweise mittels einer Offshoring-Lösung, deutlich sicherer. Mit einer or-dentlichen Vorbereitung und durch die Ausschaltung des Faktors Mensch wird das Fehlerrisiko minimiert. Darüber hinaus ist der Zeitvorteil erheblich. Selbst im Vergleich zu der manuellen Umstellung in Niedrig-lohnländern sprechen auch die Kosten für den Tool-Einsatz. Und last but not least ermöglicht die Sys-temanalyse des Global Object Managers wertvolle Einblicke in die Systemlandschaft. Damit leistet das Tool einen wesentlichen Beitrag zur Systemtransparenz. Die in der Praxis belegten Vorteile lassen nur einen Schluss zu: Eine Alternative zur automatischen Unicode-Umstellung durch den Einsatz von Werk-zeugen gibt es nicht. Die Erfahrung aus zahlreichen Projekten ermöglichte die Entwicklung der CIBER Smartgrade-Methodik. Besonders wichtig ist es für CIBER dabei, mit seinem ganzheitlichen Ansatz aus Branchenkenntnis und Technologie-Expertise Optimierungspotenziale zu erkennen und umzusetzen. Gerade Releasewechsel, beziehungsweise Unicode-Umstellungen, verlangen eine umfassende Herangehensweise – um eine optimale Nutzung der Vorteile eine Upgrades zu ermöglichen und eine sichere und kostensparende Um-setzung zu ermöglichen. Jörg Dietmann |
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