| Professioneller Netzwerkschutz in Zeiten der Finanzkrise | | Drucken | |
| 13. March 2009 | |
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Mit „Total costs of ownership“ Kosten sparen - aber nicht an der Sicherheit. Wer billig kauft, zahlt doppelt Die Anschaffung einer professionellen Antiviren-Software ist für Unternehmen ein „Muss“, wie der Internetwurm Conficker zeigt. Während die auf das eigene Netzwerk zugeschnittene Wunschlösung aus technischer Sicht penibel genau recherchiert wird, wird die betriebswirtschaftliche Betrachtung der anfallenden Kosten zumeist nur oberflächlich vorgenommen. Oder es werden vermeintliche Billiglösungen angeschafft, weil durch die Wirtschafts- und Finanzkrise das IT-Budget extrem beschnitten wurde. Das böse Erwachen folgt jedoch auf dem Fuße – siehe Conficker: Die oft angewendete Formel Lizenzpreis * Anzahl zu schützender PCs/Server + Updatekosten = Gesamtkosten ist eine Milchmädchenrechnung, die so manchem Unternehmen in der Vergangenheit enorme Folgekosten bescherte. Aus der vermeintlich günstigsten Lösung kann schnell ein teures Unterfangen werden, wenn die in der Praxis auftretenden Kosten nicht in die Gesamtkalkulation einbezogen werden. Insbesondere versteckte Kosten und unternehmensspezifische Präferenzen schlagen unter Umständen teuer zu Buche. Ein einfaches und wirksames Mittel, um den tatsächlichen Preis einer Anschaffung, wie zum Beispiel einer Sicherheitslösung, zu bestimmen und so auch eine Vergleichbarkeit von Produkten in der Praxis zu gewährleisten, ist das sogenannte „Total Costs of Ownership“. Total Costs of Ownership berücksichtigt alle direkten und indirekten Kosten Total Costs of Ownership (TCO) ist ein Abrechnungsverfahren, das dazu dient, Verbrauchern und Unternehmen dabei zu helfen, alle anfallenden Kosten von Investitionsgütern (insbesondere in der IT) wie beispielsweise Software und Hardware abzuschätzen. Die Idee dabei ist, eine Betrachtung vorzunehmen, die nicht nur die Anschaffungskosten enthält, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung (Updates, Schulung, Administrationsaufwand etc.) der betreffenden Komponenten. Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Kosten möglicherweise bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Wichtigste Grundlage für das weitere Verständnis der TCO ist die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Kosten. (Quelle: Wikipedia) Sehr gute Virenerkennung ist nicht alles – und schon lange kein Preiskriterium
Die primäre Aufgabe einer Sicherheitslösung ist die zuverlässige Abwehr von Gefahren durch Malware. Sie allein bestimmt aber nicht, wie gut sich die Lösung in der Praxis schlägt. Die beste Virenerkennung ist wenig wert, wenn durch sie beispielsweise die Systemperformance so eingeschränkt wird, dass ein produktives Arbeiten am Arbeitsplatz nahezu unmöglich ist.
+ Erkennungsleistung in der Praxis
Versteckte Kosten – der Teufel liegt im Detail Direkte und indirekte Kosten (vom Lizenzpreis bis zum Support) machen den Großteil der Investition aus. Versteckte Belastungen entscheiden oftmals, ob aus der Traumlösung ein finanzieller Albtraum wird. Gerade bei der (Neu-)Anschaffung einer Sicherheitslösung sollte man folgende Kostenfallen nicht aus dem Auge verlieren:
Incidents – wenn Störfälle richtig ins Geld gehen "Incidents" - also Störfälle, die durch eine Sicherheitssoftware verursacht werden - werden bei der Kostenkalkulation oft übersehen. Fehlalarme, Bluescreens, Systemabstürze oder ein Malware-Befall halten nicht nur den Administrator „auf Trab“, sondern können unter Umständen horrende finanzielle Belastungen nach sich ziehen. Daher müssen die durch Incidents hervorgerufenen Kosten unbedingt auch im Controlling erfasst und in der Kalkulation berücksichtigt werden. Im Internet kann man sich schnell einen Überblick über die durch Sicherheitssoftware ausgelösten Störfälle verschaffen. Renommierte IT-Webseiten wie „securitymanager.de“, „heise.de“ oder „silicon.de“ bieten tagesaktuelle Informationen über bekannte Schwächen und Bugs fast aller Hersteller und Produkte. Die Suche nach "AV-Hersteller+Fehlalarm" oder ähnliche Kombinationen liefern schnelle Ergebnisse, worauf man bei einem ausgewählten Produkt gefasst sein muss beziehungsweise welche potenziellen Kosten man durch Incidents einkalkulieren sollte. CHECKLISTE für ein effektives TCO Voraussetzung für ein aussagekräftiges TCO ist das Vorhandensein von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens und eines technischen Status quo. Folgende Fragen sollten beantwortet werden können:
Muster-Kalkulation im direkten Vergleich zweier Hersteller Am konkreten Beispiel eines erfolgreichen, international agierenden Unternehmens in der Metall-Herstellung wird der Nutzen von TCO schnell deutlich. Das Unternehmen beschäftigt in acht Ländern mehr als 22.000 Mitarbeiter, besitzt ein hoch ausgeprägtes IT-Sicherheits-Management und eine große Kostentransparenz (Six Sigma Management). Im Internet hatte man sich über bekannte Schwächen der beiden zur Auswahl stellenden Hersteller informiert. An diesem Beispiel erkennt man, dass Hersteller B zwar in den Lizenz- und Installationskosten sowie im technischen Support deutlich teuer ist als Hersteller A. In der Summe aller direkten, indirekten und versteckten Kosten fährt das Unternehmen mit der Lösung von Hersteller B jedoch kostengünstiger.
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