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Europas Vorreiter im Einsatz von Social Networking PDF  | Drucken |  E-Mail
04. September 2008

Trotz des Potenzials als Marketinginstrument werden solche Netzwerke von Geschäftsleuten vorzugsweise als reines soziales Netzwerk verwendet.

Eine kürzlich von Survey Sampling International (SSI) durchgeführte Studie ergab, dass Social Networks unter Geschäftsleuten in Spanien, im Vergleich zu anderen Ländern, die meisten Anhänger finden. Im Vergleich zu 63 Prozent in den Niederlanden und 51Prozent in Großbritannien und Nordirland nehmen die Spanier mit 75 Prozent die Spitzenposition ein. 

Positive Auswirkungen

Die Anziehungskraft solcher sozialen Netzwerke dürfte den positiven Auswir-kungen im Geschäftsbereich zugeschrieben werden. Das sogenannte Social Networking eröffnet Internet-Benutzern die Möglichkeit zum Ausbau der Bezieh-ungen nicht nur mit Kollegen, sondern auch von Geschäftskontakten. 47 Pro-zent der in sechs europäischen Ländern befragten Personen gaben an, Social Networking-Webseiten zum Zweck der Kommunikation mit Freunden und Kol-legen zu verwenden. Networking gilt als der bedeutendste Motivator, wobei Spanien mit 50 Prozent das Rennen macht, dicht gefolgt von Großbritannien (49 Prozent) und Italien (42 Prozent).  

Andere betrachten Social Networking als Gelegenheit, Informationen über Mit-bewerber einzuholen. Die Franzosen erwiesen sich hierbei als die wissbegie-rigste Nation. 53 Prozent der Nutzer von Social Networking gaben das Beobach-ten ihrer Mitbewerber als Hauptgrund für ihre Aktivitäten an. Etwas weniger neugierig zeigten sich Italien (44 Prozent) und Deutschland (43 Prozent).

Neue Technologie wird noch vernachlässigt

Trotz allen Überschwangs bezüglich Web 2.0 zeigte die SSI-Erhebung, dass nur wenige B-to-B-Anwender diese neue Technologie in ihr eigenes Marketing und in ihre Strategie zur Markenbildung eingebunden haben. Selbst Spanien und Deutschland, die führend in der Anwendung sozialer Netzwerke für kommer-zielle Zwecke sind, konnten im Rahmen der Befragung nur 25 Prozent aller Teilnehmer stellen, die Web 2.0 bewusst als Tool in ihrer Marketingstrategie einsetzen. Die Zahlen anderer Länder sind sogar noch geringer: 20 Prozent in Italien, 19 Prozent in Frankreich, 11 Prozent in Großbritannien und 8 Prozent in den Niederlanden.

Unter den wenigen, die soziale Netzwerke aktiv als Marketingwerkzeug zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen einsetzen, machten die Umfrageteilnehmer deutlich, dass solche Tools hauptsächlich für Public Relation- und Customer Re-lation-Zwecke Verwendung finden.

Die Umfrageergebnisse ergaben ebenfalls, dass sich mehr als 50 Prozent der Geschäftsleute täglich in solche Networking-Webseiten einloggen. Die in Groß-britannien und Nordirland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und den Niederlanden erhobene Umfrage zeigte an, dass Geschäftsleute zunehmend an Networking interessiert sind. Vier Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich sogar stündlich in die betreffenden Webseiten einloggen.

Social Networks als Kommunikationsraum

Michel Guidi, Managing Director der SSI Europe, kommentiert hierzu: „Die Be-fragung ergab, dass B-to-B-Anwender eine gute Auffassung von Social Net-works als Kommunikationsraum haben, jedoch zögern, diesen Raum aktiv in ihre Marketingpläne einzubinden. Der europaweite Konsens ergibt, dass Netz-werke noch nicht als Forum zur Neugeschäftsgewinnung erachtet werden. Mög-licherweise wird die Web 2.0-Technologie zukünftig in der einen oder anderen Form in Marketingstrategien zum Einsatz kommen.

Die SSI befragte 6.874 Personen, die jeweils Mitglieder der jeweiligen Opinion World Online-Gemeinschaften sind, hiervon jeweils 2.551 in  Großbritannien, 702 in Spanien, 645 in Deutschland, 1.137 in Frankreich, 1.510 in Italien sowie 329 in den Niederlanden.

www.surveysampling.com

 

 
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