| Projektmanagement muss zur normalen Managementaufgabe werden: Integration von Projekt und Linie | | Drucken | |
| 06. November 2007 | |
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Der Status Quo im Projektmanagement weist laut einer Expertenstudie immensen Handlungsbedarf auf. Großes Lösungspotenzial steckt in der Überwindung der Grenzen zwischen Projektmanagement und anderen Managementaufgaben.
Im Unternehmen der Zukunft sollte Projektarbeit in das tägliche Geschehen einfließen. Das Wort Projektmanagement trägt den Konflikt bereits in sich, da es „Einmaligkeit“ und „Regelbetrieb“ verheiratet: Projekt und Management. Ein Projekt ist nach DIN 69901 ein Vorhaben, das sich dadurch auszeichnet, dass es im Wesentlichen einmalig ist. Hingegen ist Management die Steuerung bzw. Leitung von Individuen und Tätigkeiten – etwas, das laufend stattfinden muss, damit die gewünschten Ziele erreicht werden.
Project Support Office
Speziell die Notwendigkeit einer dedizierten Organisationseinheit (PSO – Project Support Office) findet nur dann Verständnis bei Entscheidungsträgern, wenn diese mit einer ordentlichen Portion „Visionär“ ausgestattet sind. Der Grund dafür ist, dass scheinbar andere Organisationseinheiten – wie Controlling – bereits ähnliche Steuerungsfunktionen im Unternehmen wahrnehmen und die Akzeptanz zusätzlicher „Overheads“ nicht gegeben ist. Überwiegender Arbeitsanteil ist linienbezogen
Betrachten wir den Status Quo: Im heutigen Wirtschaftsleben macht Projektarbeit etwa ein Drittel der gesamten Arbeitsleistung in Unternehmen aus. Der über-wiegende Anteil des Arbeitsvolumens, also zwei Drittel, werden linienbezogen verrichtet, wie man der Studie Grögers ebenfalls entnehmen kann. Die Unterscheidung von Projekt und Linie zieht sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen. Die Exoten (1/3 der Arbeitsleistung) verwenden spezielle Methoden, besondere Tools und Begriffe. Eine Integration mit der Linie findet – selbst im Rechnungswesen – nur in Ausnahmefällen statt. Damit Projektmanagement nachhaltig im Unternehmen verankert werden kann, muss aus unserer Sicht die Trennung zwischen Projektmanagement und anderen Managementaufgaben verschwinden.
Wovon reden wir de facto? Management fängt beim Einzelnen an, der seinen Tagesablauf einteilen muss. Die Mitarbeiter im Unternehmen erbringen Leistungen, die in das Tagesgeschehen passen müssen, unabhängig davon, um welche Art von Aufgaben es sich handelt. Hier liegt unserer Meinung nach der Schlüssel zum Projektmanagementsystem von Morgen: Dieses ist in das Managementsystem integriert statt davon isoliert.
Was steht heute zur Erledigung an? Bei der Lösung dieser Frage muss uns das Managementsystem von Morgen unterstützen. Dies sollte unabhängig davon geschehen, ob das, was zu tun ist, seinen Ursprung in Projekt oder Linie, oder der Tagesform von Vorgesetzten hat. Wie planen wir unseren Tagesablauf?
Gesetzt den Fall, dass wir über alles im Bilde sind, was zu tun ist – und das zu einem Zeitpunkt, wo wir noch planen können – also nicht im Betriebsmo-dus „Feuerwehraktion“: Wir schätzen Tätigkeitsdauern ab, verteilen Aufgaben auf Tage, setzen Prioritäten, planen Puffer für Ungeplantes ein und arbeiten ab.
Projekte als Teil des Managementsystems
Das Managementsystem von Morgen unterstützt jeden Mitarbeiter, täglich seine Zeit am besten einzuteilen. Es macht sichtbar, welche Aufgaben zu erledigen sind – aus allen Projekten genauso wie alle linienbezogenen. Bei Tätigkeiten aus Projekten wird gezeigt, welche verschiebbar sind und welche unverzüglich erledigt werden müssen, um die damit verbundenen Vorhaben nicht zu verzögern. Das Managementsystem von Morgen hilft, die Arbeitsresultate der Aufgaben an den dafür vorgesehenen Stellen abzulegen und diese planmäßig anderen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Zudem ermittelt es automatisiert Fertigstellungsgrade von Aufgaben auf der Basis von Regeln, die sich aus der Art der Tätigkeit ergeben. Des Weiteren informiert es die richtigen Verantwortlichen, sollte etwas aus dem Ruder laufen, und fordert Entscheidungen ein. Der projektorientierte Teil des Managementsystems von Morgen verfügt über einen hochleistungsfähigen Kern, der alle oben beschriebenen Projektmanagementaufgaben performant bewältigt. Darüber hinaus beinhaltet dieser Teil eine Anbindung für die Beschäftigten in Projekten und Linie. Das heißt, dass die Mitarbeiter in einem Projekt ihre Aufgaben nicht mehr in einem isolierten Tool zusätzlich organisieren müssen, sondern direkt in gewohnter Arbeitsoberfläche mit der restlichen Tagesplanung erledigen. Der Mitarbeiter wird also mittels Standardumgebung in die Lage versetzt, zu strukturieren, zu planen und zu priorisieren. Christoph Eckl, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 11/07 des it management. |
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